Georg von Stein freut sich auf die Gespann-EM in Donaueschingen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Elmar Kremser/SVEN SIMON)

Pferdesport | Donaueschingen Vorfreude auf die EM der Gespannfahrer in Donaueschingen

Bereits zum 63. Mal findet in Donaueschingen das Internationale Fürst-Joachim-zu-Fürstenberg-Gedächtnisturnier statt. Neben den Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen gibt es in diesem Jahr ein Highlight: Die Europameisterschaft der Vierspänner.

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Nach drei intensiven Trainingstagen im hessischen Biblis sind die deutschen Gespannfahrer gut bei ihrer Heim-Europameisterschaft angekommen. Neun deutsche Gespannfahrer treten in Donaueschingen an. Seit der EM-Vergabe war klar: Es sollen so viele heimische Teams wie nur möglich starten. "Das ist uns gelungen", resümiert Fritz Otto-Erley, der Gesamtleiter des Gespannfahrens in Donaueschingen.

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Insgesamt sind bei diesem Championat 41 Gespannfahrer aus 12 Nationen dabei, darunter auch Georg von Stein aus dem Modautal. Er sieht ein Land ganz vorne: "Im Moment ist es so, dass Holland Favorit ist." Das gilt sowohl für den Einzel- als auch den Teamwettbewerb. Nach dem Vet-Check am Donnerstag hat Bundestrainer Karl-Heinz Geiger seine drei Gespannfahrer für den Teamwettbewerb am Freitag bekanntgegeben: Neben Georg von Stein starten die 23-jährige Anna Sandmann aus Lähden (Niedersachsen) und Michael Brauchle aus Aalen für Deutschland.

Freitags beginnt die EM dann mit der Dressur, samstags wird es bei der Marathonfahrt im Donaueschinger Gelände rasant. Die Entscheidung über Gold, Silber und Bronze fällt am Sonntag nach dem Hindernisfahren.

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Hochklassiges Teilnehmerfeld im Springstadion

Neben der EM der Gespannfahrer gibt es ab Donnerstag auch hochklassig besetzte Dressur-, Vielseitigkeits- und Springprüfungen. Im Parcours sind beispielsweise Markus Beerbaum und seine Frau Meredith dabei. Auch Max Kühner, der WM-Sechste aus Österreich, startet in Donaueschingen, genau wie der Doppel-Weltmeister von 2014: Jeroen Dubbeldam aus den Niederlanden. Auch die WM-Silber- und -Bronzemedaillengewinner Martin Fuchs und Steve Guerdat aus der Schweiz starten in Donaueschingen. "Bei denen klappt zurzeit alles", erzählt Springreiter Niklas Krieg aus Villingen-Schwenningen.

Er selbst reitet ebenfalls im Schlosspark und hofft im Großen Preis am Sonntag auf einen baden-württembergischen Sieger. Neben Senkrechtstarter Sven Schlüsselburg aus Ilsfeld reitet nämlich auch Hans-Dieter Dreher mit, der in den vergangenen beiden Jahren das wichtigste Springen des Turniers gewinnen konnte. "Hansi ist schon das ganze Jahr gut drauf. Am besten wäre, wenn er gewinnen würde, dann würde der Sieg im Land bleiben."

In der Dressur sind in diesem Jahr Reiter aus neun Nationen am Start

In der Dressur kommen die Teilnehmer aus neun Nationen. Unter anderem starten der Weltcup-Finalist Benjamin Werndl aus Aubenhausen und Lisa Müller, die Frau von Bayern-Profi Thomas Müller.

Die EM der Dressur- und Springreiter findet in diesem Jahr in Rotterdam statt. Am Sonntag ist Vet-Check für die Dressurpferde in den Niederlanden, die Springpferde sind dann erst auf dem Weg. Ab Freitag fahren aber erst einmal die Gespannfahrer um Medaillen. Das Team Deutschland freut sich auf die Heim-EM in Donaueschingen und versucht natürlich, an den Favoriten aus den Niederlanden vorbeizuziehen.

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