Dorothee Schneider (Framersheim)  bei den Weltreiterspielen in TryonNorth Carolina (Foto: Imago, Stefan Lafrentz)

Reiten | Weltreiterspiele Dorothee Schneider gewinnt Gold mit Dressur-Equipe

Dorothee Schneider aus Framersheim hat mit der deutschen Dressur-Equipe die Goldmedaille bei den Weltreiterspielen in Tryon (USA) gewonnen. Silber und Bronze gingen an die USA und Großbritannien.

Schon vor der letzten Reiterin des Wettbewerbs war klar: Deutschland ist wieder Team-Weltmeister. Denn die Gastgeber hätten die deutsche Equipe nur noch rein rechnerisch verdrängen können. Dazu hätte es schon einer Wertung von 91,337 Punkten von US-Schlussreiterin Laura Graves auf Verdades gebraucht.

Das deutsche Team zeigte bereits am Mittwoch eine souveräne Leistung. Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) erreichte als Startreiterin des Titelverteidigers auf Dalera gute 76,677 Punkte.

Dorothee Schneider mit gutem WM-Debüt

Dorothee Schneider legte auf Sammy Davis jr. 75,062 Punkte nach. Mit einem Lächeln im Gesicht lobte die Dressurreiterin aus Framersheim ihren Wallach nach dem Grand Prix. Schneider und ihr 12-jähriger Sammy Davis jr. zeigten im Dressurviereck von Tryon eine gute, wenn auch nicht fehlerfreie Leistung. In der ersten Piaffe kam Sammy Davis jr. deutlich aus dem Rhythmus, tanzte aber ansonsten eindrucksvoll durch die Lektionen.

"Es ist der Punkt, dass man das schnell abhakt und versucht, alles positiv nach vorne zu bringen", sagte die 49-Jährige. Dies gelang, deshalb sei sie danach "sehr happy" mit ihrer Vorstellung gewesen, wie sie betonte.

Isabell Werth souveräne Schlussreiterin

Am zweiten Tag konnte die deutsche Equipe die Führung weiter behaupten. Sönke Rothenberger legte auf seinem Wallach Cosmo am Donnerstag einen glänzenden Auftritt hin und holte 81,491 Punkte. Erstmals durchbrach das Duo im Grand Prix die 80-Prozent-Marke. Als Schlussreiterin ging die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) mit Bella Rose aufs Viereck und verzauberte die Zuschauer, ihre 84,752 war die mit Abstand beste Leistung des Tages.

Im Grand Prix mussten alle Teilnehmer dasselbe vorgegebene Programm absolvieren, die besten drei Reiter eines Teams gingen in die Wertung ein. Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. bildeten für Deutschland das Streichergebnis, konnten mit ihrer Leistung aber trotzdem zufrieden sein.

Einzelmedaillen werden am Freitag im Grand Prix Special sowie in der Kür am Sonntag vergeben. Für den Special qualifizieren sich die besten 30 Reiter des Team-Wettbewerbs, aber maximal drei aus einem Land.

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