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Der gebürtige Göppinger Markus Rehm ist "Deutschlands Para-Sportler des Jahrzehnts". Zuvor gewann der mehrfache Weitsprung-Champion bereits die Auszeichnung als "Para-Sportler des Jahres".

Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm ist zu "Deutschlands Para-Sportler des Jahrzehnts" gewählt worden. Der gebürtige Göppinger und Paralympicssieger setzte sich bei einer Internetwahl mit 24,05 Prozent von mehr als 10.000 abgegebenen Stimmen knapp vor dem früheren Skifahrer Gerd Schönfelder (22,78) und Kugelstoßer Niko Kappel (21,08) durch. "Diese Auszeichnung bedeutet mir wahnsinnig viel", sagte der 32 Jahre alte Rehm: "Ich durfte ja schon Para-Sportler des Jahres werden, aber eine Ehrung über das gesamte Jahrzehnt ist noch mal eine ganz andere Hausnummer."

Unzählige Titel geholt

Seit seinem internationalen Debüt 2009 ist der rechtsseitig unterschenkelamputierte Springer bei Höhepunkten ungeschlagen. Er wurde inklusive Staffel-Rennen dreimal Paralympicssieger, holte sieben WM- und sechs EM-Titel. Mit 8,48 Meter hält er den Weltrekord, 2016 war er deutscher Fahnenträger bei den Paralympics.

Start bei Olympia blieb ihm verwehrt

2014 sorgte Rehm für Aufsehen, als er deutscher Weitsprung-Meister in der Konkurrenz der Nichtbehinderten wurde. Ein Start bei Olympia nach dem Vorbild von Oscar Pistorius blieb ihm aber trotz intensiver Bemühungen verwehrt.

Mester wird ebenfalls ausgezeichnet

Neben Rehm, Schönfelder und Kappel waren auch Martin Fleig (Para Ski nordisch), Johannes Floors (Para Leichtathletik), Georg Kreiter (Para Ski alpin), Thomas Schmidberger und Jochen Wollmert (beide Para Tischtennis) nominiert. Zuvor war die ehemalige Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber zur "Sportlerin des Jahrzehnts" gewählt worden, der kleinwüchsige Kugelstoßer Mathias Mester hatte für seine Medienaktivitäten in der Corona-Krise den Sonderpreis "Besondere Leistung 2020" erhalten. Am Samstag wird noch die "Mannschaft des Jahrzehnts" verkündet.

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