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Auf der ersten Etappe der Tour de France kommt es zu einem schweren Sturz, weil eine Zuschauerin ihre Großeltern grüßt. Für Jasha Sütterlin vom Team DSM ist die Große Schleife beendet.

Rund 45 Kilometer vor dem Ziel war eine junge Frau mit dem Rücken zum heranrasenden Feld aus den Zuschauermassen auf die Straße getreten. In den Händen trug sie ein Schild mit der Aufschrift "Allez Omi/Opi" und hielt dieses lachend in die Motorrad-Kamera. Tony Martin an der Spitze des Pelotons knallte aus voller Fahrt in das Plakat, was einen Massensturz von einem guten Drittel aller Fahrer auslöste.

Während Martin mit blutenden Wunden an den Unterarmen weiterrollen konnte, war die Tour für Sütterlin da bereits beendet. Nach ersten Untersuchungen erlitt der 28-jährige Freiburger schwere Prellungen im Bereich des rechten Handgelenks, zudem musste er an Ellbogen und Handgelenk genäht werden.

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Sütterlin bitter enttäuscht - weitere Untersuchungen nötig

"Sein Handgelenk bedarf weiterer Untersuchungen, sobald er zuhause ist, um die Herkunft seiner Schmerzen final abzuklären", sagte Teamarzt Camiel Aldershof auf der Homepage von DSM.

Sütterlin war nach dem schnellen Tour-Aus einfach nur niedergeschlagen. "Ich bin so enttäuscht, ich finde keine Worte dafür dafür. Ich kann mein rechtes Handgelenk einfach nicht bewegen, ein Weiterfahren war unmöglich", so Sütterlin in einer Mitteilung.

Zuschauerin verursacht Massensturz bei der Tour de France

"Bitter, dass wir Jasha verlieren"

Neben Sütterlin waren auch die meisten seiner Teamkollegen in den Sturz verwickelt.

"Ich hatte Glück, dass es nicht so schlimm war. Aber es ist natürlich bitter, Jasha durch den Sturz zu verlieren", wird der Niederländer Nils Eekhoff zitiert.

Alaphilippe gewinnt die erste Tour-Etappe

Weil auch ein zweiter Massensturz prominente Opfer wie Altstar Chris Froome forderte, geriet der triumphale Sturm des französischen Publikumslieblings Julian Alaphilippe ins Gelbe Trikot zur Nebensache.

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