Alexander Krieger, Alpecin-Fenix, Tour de France (Foto: IMAGO, IMAGO / Panoramic International)

Rennrad | Tour de France

Vaihinger Krieger auf Tour

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AUTOR/IN
Pirmin Styrnol

Radprofi Alexander Krieger aus Vaihingen an der Enz startet an diesem Freitag in seine erste Tour de France. Damit komplettiert er seine "Grand-Tour-Sammlung".

Zu den Jungen Wilden zählt Alexander Krieger nicht mehr. Mit seinen 30 Jahren ist er bereits ein erfahrener Radprofi - seit rund zwölf Jahren im Geschäft. Und dennoch, für Alexander Krieger, der im Jahr 2010 erstmals für ein internationales Radsportteam im Sattel saß, geht sein größtes Abenteuer gerade erst los: Am 01. Juli startet Krieger auf seine erste Tour-de-France-Etappe.

"Ich bin schon aufgeregt, ja", gibt der Vaihinger am SWR-Mikrofon unumwunden zu. Und das, obwohl Krieger in Sachen "Grand Tour" bereits Erfahrung hat. Im vergangenen Jahr startete er für sein Team Alpecin-Fenix sowohl beim Giro d'Italia als auch bei der Vuelta Espana. Mit seinem Start bei der Frankreichrundfahrt wird er also seine "Grand-Tour-Sammlung" komplettieren. Ein Start bei allen drei großen Rundfahrten also, der italienischen, der französischen und der spanischen. Ein Meilenstein für jeden Straßenrad-Profi.

Krieger: Tour de France eine "andere Hausnummer"

Die Tour de France sei "schon nochmal ne andere Hausnummer", so Krieger. "Das merkt man auch in den Meetings", erzählt er. Die Tour gilt als wichtigste Rundfahrt im Rennkalender. Alles ist ein bisschen größer: der Druck, die Aufmerksamkeit, die Verantwortung. "Atemberaubend", fasst der Schwabe zusammen.

Für Alexander Krieger, der einst beim RSC Komet Ludwigsburg in den Rennsport eingestiegen ist, geht es in seiner ersten Tour de France hauptsächlich um die Unterstützung "seiner" Topstars Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen. Mit Philipsen heimste er im Jahr 2021 mehrere Erfolge als Anfahrer im Sprint ein. So auch beim UCI-World-Tour-Rennen von Eschborn nach Frankfurt, als er den Sprintsieg von Philipsen vorbereitete. Kriegers Job dabei: Seinem Sprinter die beste Ausgangsposition im Fahrerfeld zu erarbeiten, damit dieser im perfekten Moment in den Sprint eingreifen kann. Als Anfahrer gilt Krieger mittlerweile als einer der Besten seiner Zunft. Das gefällt ihm. In dieser Rolle fühlt er sich wohl. "Ich will da Weltspitze werden, das hat für mich höchste Priorität", zitiert ihn das Online-Portal Radsport-News. "Das ist meine Nische, darin liegt meine Stärke. Es macht auf jeden Fall Bock", so Krieger.

Grußbotschaft von Jan Ullrich

Zusehen bei Kriegers erstem Tourstart wird sicherlich auch der bislang einzige deutsche Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich. Der Merdinger meldete sich mit einer Grußbotschaft an die Tour-Starter und kündigte an, in den kommenden Wochen ganz genau hinzuschauen.

Einen Etappensieg dürfte Krieger wahrscheinlich nicht in Angriff nehmen. Seine Stärken sind in der Unterstützung seiner Sprinter gefragt. Auf den Flachetappen wird der Helm von Alexander Krieger also häufig ganz vorn zu sehen sein. Im Kampf um die beste Position für sein Team Alpecin-Fenix und "seinen" Sprinter Jasper Philipsen.

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Pirmin Styrnol

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