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Für Radsportler ist sie das Highlight schlechthin: Die Tour de France. Noch schaut Nachwuchsfahrer Moritz Czasa nur gebannt zu. Sein Ziel: Irgendwann will der Neuprofi selbst in Frankreich starten.

Moritz Czasa ist gerade mal 19 Jahre alt. Das Talent vom Koblenzer Nachwuchs- Rennstall Lotto- Kern Haus liebt das Zeitfahren. Deshalb hat er bei der 5. Etappe, einem Einzelzeitfahren, ganz genau hingeschaut. Im Radsportladen Altig in Mannheim hat Czasa mit seinem Mentor Willi Altig wird die Tour de France geschaut. Die Radprofis fahren mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 50 Stundenkilometern. Czasa ist fasziniert: "Die Profis so schnell fahren zu sehen, mit den ganzen Zuschauern und alles, das macht richtig Spaß zuzuschauen."

Gänsehaut pur

Willi Altig, einst als Profi selbst zweifacher Tour-Teilnehmer an der Seite seines Bruders Rudi Altig, erinnert sich noch genau: "Das war Gänsehaut pur, anders kann man es nicht beschrieben. Es ist ja das größte und interessanteste Radrennen und der Wunsch eines jeden Rennfahrers, da mitzumachen", sagt der mehrfache Deutsche Profi-Meister. Das Zeitfahren ist auch die Leidenschaft von Moritz Czasa. Der 19-Jährige testet immer wieder, wie er die beste Aerodynamik auf seinem Spezialrad hinbekommt. Immer wieder verändert er kleinste Details. Dabei wird der Kraftaufwand gemessen, im Lenker-Computer festgehalten und anschließend ausgewertet. Bis zu 20.000 Kilometer trainiert er pro Jahr. Dazu die Renn-Einsätze, oft schon mit den Besten der Branche. Diese Vergleiche auf höchstem Niveau machen Moritz Czasa stolz: "Es ist schon schön, wenn man neben großen Profis am Start steht, die jetzt auch bei der Tour starten". So weit zu kommen ist für Moritz Czasa, der gerade sein Abitur gemacht hat, noch ein weiter Weg. Das weiß auch sein sein Förderer Willi Altig: "Den Willen und den Trainingsfleiß hat. Aber da gehört noch einiges anderes dazu, ein bisschen Glück muss man auch haben, zum Beispiel, dass man keine schweren Stürze hat."

Moritz Czasa und Willi Altig schauen die Tour de France  (Foto: SWR, SWR)
Nachwuchsfahrer Moritz Czasa und sein Mentor Willi Altig schauen die Tour de France SWR

Zeit für die Vorbilder

Moritz Czasa selbst ist ehrgeizig, kann sich selbst aber schon sehr gut einschätzen. Der 19-Jährige will nichts überstürzen: "Es war jetzt immer sehr stressig, Corona, die Schule mit viel Unterricht im Internet, und jetzt noch die Prüfungen. Dazu gleichzeitig das Training und die Rennen, das war dann schon stressig. Jetzt ist es erst mal ein bisschen ruhiger." Damit hat er ein aktuell mehr Zeit, die großen Vorbilder live am Fernsehen bei der Tour de France bewundern zu können.

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