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Dieses Ziel hat sich der Radsportler seit letztem Sommer gesetzt. Da war er Vierter der Tour, mit gerade einmal 25 Sekunden Rückstand auf Platz drei. Bei der Rundfahrt 2020 will er mindestens einen Platz weiter nach oben.

"Es muss alles passen", sagt der 27-jährige Ravensburger. "Mein Ziel ist es, mich stetig weiterzuentwickeln, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Also erstmal das Podium. Die Tour de France zu gewinnen, das ist schon noch mal was Anderes." Es ist Buchmanns Traum: "Aber mal schauen, ob es überhaupt jemals klappt."

Tour de France 2021: Wie gemalt für Buchmann

Die Konkurrenz ist enorm stark. In knapp drei Wochen soll die Tour de France in Nizza starten, zwei Monate später als geplant. Aber immerhin. Die Strecke: geradezu wie gemalt für den Berg-Spezialisten Buchmann. Schon am zweiten Tag geht es heftig nach oben. Und das einzige Zeitfahren in den Vogesen ist ein Bergzeitfahren.

Am vergangenen Wochenende hat sich Buchmann die schweren Alpenetappen der letzten Tourwoche angeschaut, gemeinsam mit Lennart Kämna, der ihm in den Bergen als Edelhelfer zur Verfügung stehen wird. Die Beiden mussten sich dabei am Sonntag beeilen: Sie fuhren den Grand Colombier hoch, etwa zwei Stunden, bevor auf der gleichen Strecke die Tour de l’Ain endete, bei der Buchmanns Hauptgegner der Tour ihre Kräfte maßen.

Dauphiné-Rundfahrt als Generalprobe für Buchmann

Für Buchmann selbst soll die fünftägige Dauphiné-Rundfahrt, die am Mittwoch startet, als Tour-Vorbereitung reichen. "Ich bin schon ein bisschen nervös davor", sagt Buchmann. "Ich bin ja ewig keine Rennen mehr gefahren." Das Training sei gut gelaufen. Die Form sollte passen. "Aber sich im Feld zu bewegen, das ist schon etwas Anderes. Ein bisschen Ungewissheit ist schon dabei."

Tausende Trainingskilometer für das große Ziel

Nur sechs Renntage weist sein Kalender in diesem Jahr bislang auf, zuletzt im Februar. Seither hat er abertausende Kilometer im Training abgestrampelt, nach den Plänen seines Trainers Dan Lorang. Der Luxemburger führt Buchmann seit 2017 immer näher an die Weltspitze heran. Im vergangenen Jahr coachte Lorang die Triathleten Anne Haug und Jan Frodeno zum Ironman-Sieg. Sauber, wie Lorang immer wieder betont.

"Ich bin auf jeden Fall sauber. Für den Rest kann ich nicht meine Hand ins Feuer legen. Aber wenn man sauber Vierter der Tour wird, kann es so schlecht im Radsport nicht aussehen."

Emanuel Buchmann (Radsportler)

Seit Ende Mai hat Buchmann schon fünfzehn Mal eine unangemeldete Dopingkontrolle erlebt, allein zwei in der vergangenen Woche. Und immer wieder Corona-Tests. Vor und während der Trainingslager. Am Dienstag in Frankreich vor dem Start der Dauphiné-Rundfahrt. Emanuel Buchmann lässt alles mit stoischer Ruhe über sich ergehen. Unbeirrt und akribisch arbeitet er an seinem großen Ziel: zu den besten Drei der Tour de France zu zählen.

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