Pascal Ackermann (Foto: Imago, imago/Eibner)

Rennrad | Deutschland-Tour Die Wunden sind Pascal Ackermann egal

Mit Schürfwunden in die Deutschland-Tour. Pascal Ackermann will trotzdem Erfolge feiern. Bei der Deutschland-Tour reicht es nicht für Etappensiege.

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Pascal Ackermann kam nach der Deutschland-Tour aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Dabei hatte er sein Ziel, mindestens eine Etappe zu gewinnenm, verfehlt. Das Lachen aber nicht verlernt: "Durch die ganzen Siege in den letzten Wochen schwebe ich immer noch so ein bisschen auf einer Wolke", freute sich Ackermann nach der Tour, die der Slowene Matej Mohoric gewonnen hat.

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Sendezeit
19:45 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Dabei war Ackermann so nah dran: Die erste Etappe der Deutschland-Tour hatte er sich genau zurechtgelegt, auf der Zielgeraden den Sprint angezogen. Erst im Fotofinish die Erkenntnis, dass er knapp hinter dem Kolumbianer Álvaro José Hodeg auf Platz zwei gelandet war. Die zweite Etappe führte von Bonn nach Trier. Ackermann wählte die falsche Taktik, rackerte sich in einer Ausreißergruppe ab und hatte am Ende keine Kraft mehr für den Zielsprint.

Es reichte nicht für ganz vorne

Abhaken, weiter geht's. Die dritte Etappe am Samstag war eine zum Vergessen, von Trier nach Merzig verpasste Ackermann den Sprint, kam abgeschlagen im Hauptfeld an. Beim Finale am Sonntag von Lorsch nach Stuttgart waren es die Anstiege, die ihm zu schaffen machten, es reichte nicht für ganz vorne.

Der 24-Jährige aus Minfeld bei Kandel fährt noch keine Tour de France, macht in seiner Vorbereitung unter anderem mit zwei Etappensiegen bei der Polen-Rundfahrt und dem Sieg beim englischen Surrey Classic in London auf sich aufmerksam. Insgesamt sechs Saisonsiege hat er bislang verbucht.

Schürfwunden dürfen kein Handicap sein

Vier Tage vor Beginn der Deutschland-Tour die Generalprobe in Hamburg bei den Cyclassics. Und Ackermann stürzt kurz vor dem Ziel. Schmerzhaft, aber nur ein paar Schürfwunden. Trotzdem ein Handicap? "Du fährst die nächsten Rennen dann schon ein bisschen vorsichtiger, bremst früher und kannst dadurch wieder leichter stürzen. Es dauert, bis man wieder das Feeling hat, richtig Rennen zu fahren“, findet Ackermann.

Doch er kann und will jetzt nicht vorsichtig fahren: "Sobald man die Wunden nicht mehr sieht, denkt man auch nicht mehr dran“, sagt Ackermann kurz nach der ersten Etappe, als er auf der Massageliege behandelt wird. Bei den Etappen trägt er einen Verband, der sich über den kompletten rechten Arm erstreckt.

Sein Trikot mit den schwarz-rot-goldenen Streifen motiviert ihn dabei zusätzlich: "Jedes Mal wenn ich auf das Trikot schaue, erfüllt es mich mit Stolz. Im Meistertrikot bei der Deutschland-Tour, das ist einfach traumhaft.“

Für einen Etappensieg beim Heimspiel hat es nicht gereicht. Doch der Traum von Pascal Ackermann wird weiterleben. Mit ganz viel Grinsen.

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