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Er ist ein Draufgänger, aber kein Verrückter: Lukas Schäfer, 25 Jahre, Mountainbike-Profi, misst sich mit der Weltelite. Der Koblenzer und das Rad, das ist nicht nur eine waghalsige Geschichte, sondern auch die eines akribischen Tüftlers.

Meterhohe Sprungrampen im Steinbruch bei Birkenfeld und mittendrin sitzen die weltbesten Mountainbiker in Campingstühlen, um Lukas Schäfer zuzuschauen. Stürze gehören für den Koblenzer auf dem waghalsigen Kurs dazu. "Da hatte ich schon Momente, in denen man kurz nachdenkt, was man macht. Man setzt sich einem Risiko aus", erzählt der Mountainbike-Profi.

Es ist das erste, das einzige Bike-Event seit Monaten. Die Fahrer sind alle auf das Corona-Virus getestet. Sie sehen, wie er einen Dropdown-360 springt: "Es ist jedes Mal ein Adrenalin-Kick, wenn man selbst das, was man daheim öfter trainiert hat, hier auf den großen Rampen macht." Der 25-Jährige gibt zu:

"Ich habe absolut Angst. Aber irgendwie lässt es einen konzentriert an die Sache gehen. Es pusht auch, sich zu überwinden und das Gefühl zu haben, dass man es kann. Das sind Glücksgefühle, die man nicht beschreiben kann."

Lukas Schäfer, Mountainbike-Profi

Nicht nur Biker, auch Werkstattleiter

Lukas Schäfer und das Rad ist eine Erfolgsgeschichte seit zwei Jahrzehnten. Als kleiner Junge, mit fünf Jahren, baute er sich eine eigene Rampe für die ersten Sprünge. Das Mountainbiken ließ ihn seitdem nicht mehr los. "Egal, was bei mir im Leben so passiert ist, es war für mich immer das Fahrradfahren im Mittelpunkt", erinnert er sich. Seit einem Jahr hat er seinen Traum erfüllt: Lukas Schäfer ist als Profi in der Weltspitze angekommen.

Der Koblenzer will in der Branche auch abseits des Sports Fuß fassen: "Ich habe auch Zweiradmechaniker gelernt, bin zuvor Werkstattleiter geworden. Ich wusste schon immer, dass ich in die Fahrradindustrie will." Also entwarf er sein eigenes Rad kurzerhand selbst.

Steiler Weg nach oben

Von der kleinen, selbstgebauten Rampe in die Weltspitze katapultiert - das ist der steile Weg nach oben. Das zu realisieren, fällt ihm schwer. "Ich bin schon ein bisschen eingeschüchtert manchmal, auch wenn ich mit den Jungs schon hundert Mal gefahren bin. Aber andererseits ist das schon eine riesige Ehre und zeigt, dass man erreicht hat, was man immer wollte."

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