Sabine Spitz posiert mit ihrem Mountainbike in den Bergen auf einem Felsvorsprung. (Foto: SWR, R. Schäuble)

Mountainbike | WM Sabine Spitz startet ein letztes Mal als Profi

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Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz beendet am kommenden Sonntag in Grächen (Schweiz) ihre einzigartige Karriere. Die Weltmeisterschaft im Wallis wird ihre 36. Teilnahme sein.

Es werden die letzten Stunden als Profisportlerin für die 47-Jährige aus Murg sein. Noch einmal wird sich Sabine Spitz über 68 Kilometer und über 3000 Höhenmeter quälen. Zwar ist das Streckenprofil im schweizerischen Grächen nicht für sie maßgeschneidert, aber davon lässt sich die gelernte Chemielaborantin nicht beeindrucken. Wenn Spitz an den Start rollt, dann mit Ambitionen. Auch wenn sie nicht von einer Medaille träume.

Gold, Silber, Bronze

Das muss sie auch nicht. Schließlich hat sie in ihrer 25-jährigen Karriere alles gewonnen, was es in ihrem Sport zu gewinnen gibt. Die Mountainbikerin hat eine vollständige Olympia-Medaillensammlung bei sich zu Hause. Bronze gewann sie bei den Olympischen Spielen von Athen 2004, Silber errang Spitz 2012 in London und die Krönung gelang ihr bei den Spielen in Peking 2008, als sie zu Gold fuhr. Diese Erfolge sammelte sie allesamt in der Disziplin Cross Country. In dieser wurde sie im Jahr 2003 Weltmeisterin in Lugano.

Dazu holte sie sich den WM-Titel 2009 beim Mountainbike-Marathon. In beiden Disziplinen war Spitz zudem Europameisterin. Die Radsportlerin des Jahres 2003 und 2008 ist außerdem 20-fache Deutsche Meisterin. Kürzlich wurde sie Dritte bei den nationalen Meisterschaften über die Marathon-Distanz. Aber nicht nur sportlich weiß Spitz zu überzeugen. Neben der Piste ist sie unter anderem für benachteiligte Jugendliche engagiert. Spitz ist Botschafterin der IN VIA, einem katholischen Verband, der sich für Mädchen- und Frauensozialarbeit einsetzt.

Dem Sport erhalten bleiben

Wie Sabine Spitz im Gespräch bei SWR Sport erzählt, möchte sie ihrer Leidenschaft auch nach ihrem letzten Rennen erhalten bleiben. "Ich sehe mich auch ein stückweit als Botschafterin für den Sport." Sie möchte eine "Lanze für den Sport brechen und mehr Aufmerksamkeit generieren".

Bevor sich Spitz aber nach der Karriere zu neuen Ufern aufmachen wird, steht noch ein letztes Rennen an. Noch einmal den Sport auf höchstem Niveau ausüben, den sie über ein Vierteljahrhundert maßgeblich geprägt hat. Am kommenden Sonntag um neun Uhr im schweizerischen Grächen beginnen die letzten Stunden als Radprofi von Sabine Spitz.

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