Mountainbikerin Sabine Spitz (Foto: Imago, Beautiful Sports)

Mountainbike | Marathon-WM Sabine Spitz wird in ihrem letzten Profi-Rennen Zehnte

Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz hat ihre eindrucksvolle Laufbahn mit einer Top-10-Platzierung bei der Marathon-WM in Grächen/Schweiz beendet.

Die 47-Jährige aus Murg erreichte nach 68 anspruchsvollen Kilometern im Kanton Wallis mit 12:25 Minuten Rückstand auf die französische Siegerin Pauline Ferrand Prevot den zehnten Rang.

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"Ein ganz toller Abschluss"

"Es war ein ganz toller Abschluss auf einer knackigen Strecke", sagte Spitz nach dem Rennen: "Mit Platz zehn bin ich angesichts des schwierigen Profils sehr zufrieden."

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Sendedatum
Sendezeit
19:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Gekrönt hatte Spitz ihre Karriere 2008 mit der Goldmedaille bei den Sommerspielen in Peking im Cross-Country-Rennen. Mit ihrem Rücktritt endet eine Ära im deutschen Mountainbikesport.

"Verspüre keinen Wehmut"

"Es war eine schöne Zeit, auf die ich sehr stolz bin und die ich auf keinen Fall missen möchte. Wehmut verspüre ich trotzdem nicht, da ich für mich den idealen Zeitpunkt gefunden habe, das Kapitel Leistungssport auf höchstem Niveau zu beenden", hatte Spitz vor ihrem abschließenden Wettkampf gesagt.

2001 hatte Spitz ihren ersten von 20 nationalen Meistertiteln gewonnen. Es folgten 117 Weltcup-Einsätze, zwei WM- und vier EM-Goldmedaillen. Bei den Olympischen Spielen gewann Spitz 2004 Bronze in Athen, 2008 folgte das große Highlight in China, und 2012 in London komplettierte sie mit Silber ihren Medaillensatz.

Beste Deutsche in Grächen in einem Rennen mit über 3000 Höhenmetern war Adelheid Morath (Titisee-Neustadt). Die 35-Jährige verpasste als Vierte die Bronzemedaille nur um eine Sekunde, sie lag 2:41 Minuten hinter Ferrand Prevot.

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Doch im Mittelpunkt stand Spitz. Wie sie im Gespräch bei SWR Sport vorab erzählte, möchte sie ihrer Leidenschaft auch nach ihrem letzten Rennen erhalten bleiben. "Ich sehe mich auch ein stückweit als Botschafterin für den Sport." Sie möchte eine "Lanze für den Sport brechen und mehr Aufmerksamkeit generieren".

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