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Für Jasha Sütterlin war die Tour de France 2021 schon am ersten Tag vorbei. Der Freiburger war auf der ersten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt in einen Massensturz verwickelt und musste anschließend aufgeben. Nun hat er sich in der ARD zu seinem Tour-Aus geäußert.

"Es geht mir den Umständen entsprechend gut", sagte Sütterlin im Rahmen der Liveübertragung der achten Etappe der diesjährigen Tour de France. Genau eine Woche ist sein Sturz nun her. Der Freiburger befindet sich auf dem Weg der Besserung, braucht dabei aber Geduld. "Mein Handgelenk tut noch weh, ich kann es nur schwer bewegen. Es wird aber Schritt für Schritt besser", so der Rad-Profi vom Team DSM.

Massensturz wegen unbedachter Zuschauerin

Sütterlin war auf der ersten Etappe rund 45 Kilometer vor dem Ziel in einen Massensturz verwickelt, als eine junge Frau mit dem Rücken zum heranrasenden Feld aus den Zuschauermassen auf die Straße getreten war. In den Händen trug sie ein Schild mit der Aufschrift "Allez Omi/Opi" und hielt dieses lachend in die Motorrad-Kamera. Tony Martin an der Spitze des Pelotons knallte aus voller Fahrt in das Plakat, was einen Massensturz mit gut einem Drittel aller Fahrer auslöste. Nach der Frau war danach tagelang gefahndet worden, bis sie sich gestellt hatte.

Freiburg

Massensturz durch leichtsinnige Zuschauerin Freiburger Radprofi Sütterlin muss bei der Tour aufgeben

Auf der ersten Etappe der Tour de France kommt es zu einem schweren Sturz, weil eine Zuschauerin ihre Großeltern grüßt. Für Jasha Sütterlin vom Team DSM ist die Große Schleife beendet.  mehr...

"Manchmal hat man im Leben eben Pech"

Für Sütterlin sehr ärgerlich, aber letztlich nicht zu ändern. Trotzdem will er die Große Schleife weiter verfolgen - nun eben in der passiven Rolle vor dem TV. "Ich bin zwar nur 150 Kilometer gefahren - aber die 150 Kilometer habe ich genossen. Ich werde auf jeden Fall weiterhin die Tour schauen", sagte er: "Ich wäre natürlich gerne selbst weiter am Start - aber manchmal hat man im Leben eben Pech."

Einen großen Kopf macht er sich deshalb nicht mehr, schlaflose Nächte hat Sütterlin nicht. Eine Ablenkung dabei ist für ihn auch sein Training. Er habe bereits die Rückkehr aufs Rennrad vollzogen. Aktive Regeneration also als Mittel gegen den Frust. "Ich war bereits zwei mal fahren", erzählte er. Und wirkte dabei nicht unzufrieden, sondern kämpferisch.

Wangen

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