Miriam Welte (re.) und Emma Hinze (Foto: Imago, Annegret Hilse)

Bahnrad | Weltmeisterschaften Miriam Welte und Emma Hinze holen Bronze im Teamsprint

Die deutschen Teamsprinterinnen haben das schwere sportliche Erbe der Kristina Vogel mit einem Erfolg angetreten. Bei den ersten Bahnrad-Weltmeisterschaften nach der tragisch beendeten Ära der zweimaligen Olympiasiegerin gewannen Miriam Welte aus Kaiserslautern und Emma Hinze im polnischen Pruszkow Bronze.

In 32,789 Sekunden entschied das Duo das Rennen um Rang drei gegen Mexiko (33,455) für sich. Gold ging an Australien (32,255) vor Russland (32,591).

Die elfmalige Weltmeisterin Vogel war im Teamsprint langjährige Partnerin von Welte, die für den 1. FC Kaiseslautern startet. Vogel hatte im Sommer 2018 bei einem Trainingsunfall eine schwere Wirbelsäulenverletzung erlitten. Die Erfurterin ist querschnittsgelähmt. Noch bei der WM 2018 in Apeldoorn hatte Vogel Gold im Sprint und Teamsprint gewonnen.

Vogel fiebert mit

In Pruszkow war die 28-Jährige vor allem eine moralische Unterstützung. "Wir sind jahrelang zusammen gereist, da haben sich Freundschaften entwickelt. Ich werde richtig mitfiebern", hatte sie im Vorfeld gesagt.

Die Männer verpassten indes später Edelmetall nur knapp. Timo Bichler, Stefan Bötticher und Maximilian Dörnbach mussten sich in 43,294 Sekunden im "kleinen Finale" um Bronze Russland (43,115) geschlagen geben. Der Sieg ging an die Niederlande (41,923) vor Frankreich (42,889).

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