Jubel über Silber, statt über einen neuen Weltrekord: Domenic Weinstein (Foto: Imago, newspix)

Bahnrad | Weltmeisterschaft Weinstein: Silber und zwei Minuten lang Weltrekordhalter

Kurze Freude für Bahnradsportler Domenic Weinstein bei der Weltmeisterschaft im polnischen Pruszkow über einen neuen Weltrekord. Dafür währte die Freude über Silber in der Einerverfolgung länger.

Domenic Weinstein hat dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei den Bahn-Weltmeisterschaften im polnischen Pruszkow die dritte Medaille beschert. Der 24-Jährige aus Villingen-Schwenningen gewann am Freitagabend Silber in der Einerverfolgung und wiederholte seinen Erfolg aus dem Jahr 2016. Europameister Weinstein musste sich im Finale in 4:12,571 Minuten dem italienischen Titelverteidiger Filippo Ganna (4:07,992) deutlich geschlagen geben. Bronze ging an Gannas Landsmann Davide Plebani. "Man muss zugeben, dass es ein klarer und deutlicher Sieg war. Filippo war der Bessere", sagte Weinstein, der immerhin seinen Erfolg aus dem Jahr 2016 wiederholte. Bundestrainer Sven Meyer machte keine Hehl aus den großen Ambitionen, mit denen Weinstein angetreten war. "Wir sind nicht hergekommen, um Zweiter zu werden. Wir sind angetreten, um Weltmeister zu werden. Er war bereit, aber es hat einfach der Stärkere gewonnen", sagte Meyer. Leon Rohde (Hamburg/4:19,838) als Zehnter und Felix Groß (Feuchtwangen/4:19,937) auf Rang elf waren in der Qualifikation ausgeschieden.

Zwei Minuten lang neuer Weltrekordhalter

Für rund zwei Minuten durfte sich Domenic Weinstein zudem als neuer Weltrekordhalter über 4000 Meter in der Einerverfolgung fühlen. Eine Zeit von 4:05,172 Minuten wurde für Weinstein in seinem Qualifikationslauf gegen den Tschechen Nicolas Pietrula nach der Zieldurchfahrt angezeigt - nach rund zwei Minuten aber auf 4:09,091 Minuten korrigiert. Ein Fehler in der Zeitmessung hatte offenbar für den Irrtum gesorgt. "Mir kam es schon ein wenig komisch vor, weil ich die Zeiten ja während des Fahrens gesehen habe. Irgendwie ist es aber doch ein Scheißgefühl", sagte Weinstein.

Trösten durfte sich der 24-Jährige mit einem neuen deutschen Rekord. Den vorherigen hatte er selber bei seinem EM-Sieg letztes Jahr in Glasgow aufgestellt. Weltrekordhalter bleibt somit der US-Amerikaner Ashton Lambie, der im August 2018 in der Höhe Mexikos in Aguascalientes eine Zeit von 4:07.251 Minuten auf das Oval legte.

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