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Seit mehr als zehn Jahren schwimmt Philip Heintz auf Weltklasse-Niveau. Doch eine Olympia-Medaille fehlt dem Heidelberger noch.

Philip Heintz gibt alles für seinen großen Olympia-Traum. Mehr als ein Jahrzehnt schwimmt der 30-jährige Heidelberger auf Weltklasseniveau. Und noch immer trainiert er zweimal pro Tag, sechsmal in der Woche. Das Ziel: eine Medaille in Tokio. "Da sind zehn Leute, die wirklich fast gleich schnell schwimmen. Das wird ein super spannendes Rennen", sagt Heintz. "Darauf freue ich mich: Sich zum Abschluss noch einmal mit den besten der Welt zu messen."

Auch er musste ein Jahr länger träumen als geplant; die Corona-Pandemie hat den großen Höhepunkt lange hinausgezögert. Vor wenigen Tagen fand die Einkleidung der Olympioniken statt: Kleider für die Eröffnungsfeier und für alle sonstigen Auftritte der deutschen Mannschaft. Die neue Teamkleidung macht die Spiele plötzlich greifbarer. "Wenn ich das T-Shirt anhabe, komme ich nicht umhin, zu grinsen, denn bald geht es los."

Dritte Olympia-Teilnahme - erste Medaille?

Für Philip Heintz werden es die dritten Olympischen Spiele seiner Karriere sein. Doch Tokio wird anders werden, so ganz ohne Zuschauer: "Ich bin gespannt, wie das wird. Tendenziell stelle ich mich auf sehr leise Spiele ein." Auch in der Schwimmhalle werden keine Zuschauer sein, aber das deutsche Team wird bestimmt für Stimmung sorgen: "Das könnte ein Vorteil sein, dass man dann das deutsche Team sehr stark hören wird", hofft Heintz. "Das hat man ja sonst auch gehört. Aber so hört man es noch deutlicher. Das könnte einem auch einen Kick geben."

Philip Heintz klammert sich im Olympia-Becken von Rio de Janeiro an die rote Bahn-Abgrenzung und schaut erwartungsvoll auf die Anzeige-Tafel (Foto: Imago, Eibner)
2016 in Rio hatte Philip Heintz die Olympia-Medaille knapp verpasst. Imago Eibner

Bei den letzten Olympischen Spielen in Rio hatte er sich so viel vorgenommen, eine Medaille fest im Blick gehabt – am Ende fehlten nur ein paar Zehntel, wenige Zentimeter zum Glück. Platz sechs mit neuem deutschem Rekord, bester Europäer – Philip Heintz todunglücklich.

Heintz hat Karriere-Ende im Blick

Egal wie es in Tokio ausgeht, der zweimalige Europameister kann Ende des Jahres voller Stolz seine Karriere beenden. Bei der Fondbroker AG in der Nähe von Heidelberg ist die Karriere nach der Karriere schon geplant. Hier kann Philip Heintz seiner zweiten großen Liebe nachgehen und mit Aktien, Fonds und ETFs in die Finanzwelt eintauchen.

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