STAND
AUTOR/IN

In 100 Tagen sollen die Olympischen Spiele in Tokio starten. Die Stuttgarter Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude arbeiten für ihr großes Ziel: eine Goldmedaille bei den "Corona-Spielen".

Kalendereintrag, wieder streichen, neu eintragen, so erging es allen Profisportlern mit der Verschiebung der Olympischen Spiele. Auch dem Beachvolleyball-Duo Karla Borger und Julia Sude. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, haben die Nationalspielerinnen die Zeit genutzt. Akribisch wurde an Kleinigkeiten gearbeitet, für die sonst nicht immer Zeit ist.

"Es war eine wilde Reise" - Julia Sude

"So eine lange Vorbereitungszeit hatten wir noch nie. Unsere Konkurrenz hat uns nicht wirklich gesehen, weil es ja fast keine Turniere bisher gab, das ist schon ein Vorteil", so Karla Borger. "Es war eine ganz schön wilde Reise bis hier hin, wir können eigentlich nur von Tag zu Tag planen, eine gewisse Unsicherheit ist da, aber wir sind froh, dass jetzt alles stattfindet", so Julia Sude.

Seit knapp zwei Jahren spielen die Stuttgarterinnen zusammen und führen in der Olympia-Qualifikation die Punkteliste in Deutschland als bestes Team an. Karla Borger war mit ihrer damaligen Partnerin Britta Büthe bei den Olympischen Spielen in Brasilien, für Julia Sude werden es die ersten Olympischen Spiele. "Ich glaube, diese Olympischen Spiele in Tokyo sind mit nichts zu vergleichen, weil ja auch noch niemand genau weiß, wie vor Ort alles sein wird. Aber ich bin bereit und bin gespannt, was wir dort erreichen werden", so Julia Sude.

Die große Bühne in Japan

Der Traum geplatzt? Er wird einfach ein bisschen später wahr werden, um genau zu sein in 100 Tagen. Jetzt kann der Kalender wieder ausgepackt werden und Tag für Tag weggestrichen werden. In 100 Tagen werden Karla Borger und Julia Sude endlich auf der großen Bühne in Japan stehen und alles geben.

DIE MEISTGEKLICKTEN ARTIKEL BEI SWR.DE/SPORT:

Karlsruhe

Fußball | 2. Bundesliga Karlsruher SC: Heimspiel gegen Darmstadt findet statt

Das Heimspiel des KSC an diesem Freitag (18.30 Uhr) war stark gefährdet. Bei Gegner Darmstadt 98 gibt es weitere Corona-Fälle. Am frühen Abend durfte der KSC allerdings durchatmen: Das Spiel kann stattfinden  mehr...

STAND
AUTOR/IN