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Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg legt jetzt als Unternehmer viel Wert auf Nachhaltigkeit - auch im Motorsport. Wie das geht, erklärt er im Gespräch mit SWR Sport.

Doch bevor Nico Rosberg über die Zukunft des Motorsports spricht, beglückwünscht er zunächst seinen früheren Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton auf besondere Art und Weise zum historischen Titelgewinn: "Ich habe jetzt keine Handy-Nummer, also habe ich jetzt mal auf Instagram generell gratuliert", so Rosberg. Hamilton hatte zum siebten Mal den WM-Titel in der Formel 1 gewonnen. "Er hat das verdient. Das ist unglaublich, diese Leistung, das ist einfach gigantisch. Nicht nur in der Welt des Motorsports, in der Welt des Sports insgesamt ist das ja wirklich historisch."

Relevanz der Formel-1 steht auf der Kippe

Noch ist es nicht soweit, aber synthetische Kraftstoffe sollen die Formel-1 nachhaltiger machen. Dass sich die Rennserie dafür einsetzt, wird auch höchste Zeit, um relevant zu bleiben, sagt Nico Rosberg bei SWR Sport und unterstützt die Bemühungen: "Das fände ich absolut klasse, wenn die Formel-1 sich dafür positioniert, dass sie die synthetischen Kraftstoffe entwickeln und dann auch Lösungen dafür finden." Anfang Oktober war bekannt geworden, dass sich Honda Ende 2021 aus der Formel-1 zurückzieht. Für die Königsklasse des Motorsports war das ein Schock. Um für die Motorenhersteller und für alle Hersteller relevant zu bleiben, müsse in diese alternativen Antriebsmöglichkeiten investiert werden.

Eigenes Versprechen für Nachhaltigkeit gesetzt

Der Wandel von der Formel-1 zum Interesse für Nachhaltigkeit sei ganz einfach gewesen, erklärt Nico Rosberg in SWR Sport: "Ich haben mir nach meiner Formel 1-Karriere ein Versprechen gesetzt, dass ich sage, als Unternehmer werde ich mich ganz stark für die Nachhaltigkeit einsetzen und diesen positiven Wandel vorantreiben, weil das mich auch selbst mit sehr viel Stolz erfüllt, diesen Weg jetzt zu gehen." Es fühle sich schön an und motiviere ihn. "Deshalb bin ich da mit Leidenschaft dabei."

"Motorsport muss diesen Wandel gehen"

Nico Rosberg will zu einem Wandel des Motorsports beitragen und hat bei der neuen Extreme E-Rennserie ein eigenes Team "Rosberg Xtreme Racing". Selbst fahren wird er nicht, er ist Gründer und Chef des Teams.

Das ersten Rennen soll im März 2021 in der Wüste Saudi-Arabiens starten. "Das Ziel von Extreme E ist es, mithilfe von packenden Rennen vor beeindruckenden Kulissen die bereits heute sichtbaren Folgen des Klimawandels an konkreten Beispielen zu veranschaulichen. Die Grundsäulen der Extreme E: Elektrifizierung, Umwelt und Gleichstellung", heißt es auf der Internetseite der Rennserie.

Extreme E in den extremsten Regionen der Welt

Saudi-Arabien, Senegal, Patagonien, Grönland oder der Regenwald - die Rennveranstaltungen werden in besonderen Regionen der Erde stattfinden. Laut Internetseite der Rennserie wird damit jeweils auf Folgen des Klimawandels hingewiesen.

  • Senegal (Hinweis auf Plastikmüll und steigende Meeresspiegel)
  • Saudi-Arabien (Wüstenbildung)
  • Patagonien in Argentinien (schwindende Gletscher)
  • grönländische Arktis (schmelzende Eiskappen)
  • Amazonas-Regenwald (Abholzung)

"Zweiter Platz ist nicht so mein Ding"

Neben dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, hat auch der aktuelle Weltmeister Lewis Hamilton ein Team für die neue Rennserie gegründet.

Im Gespräch mit SWR Sport macht Rosberg aber gleich schonmal eine Kampfansage in Richtung seines ehemaligen Formel-1-Teamkollegen: "Wenn ich wo antrete, dann möchten ich auf jeden Fall gewinnen. Zweiter Platz ist nicht so mein Ding. Also da bin ich dann jetzt auch sehr ehrgeizig dabei und bin gespannt." Spannend in Sachen Zukunft wird es bestimmt auch in der etablierten Formel-1.

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