Rennfahrerin Sabine Schmitz lächelt in die Kamera. Ihr Gesicht ist umrahmt von einem schwarzen Rennhelm, das Visier ist hochgeklappt. (Foto: Imago, Eibner)

Motorsport | Nürburgring

Sabine-Schmitz-Kurve auf dem Nürburgring eingeweiht

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Der Name Sabine Schmitz wird immer mit dem Nürburgring verbunden bleiben - nun auch offiziell. Denn im kleinen Kreis ist am Freitagabend die Sabine-Schmitz Kurve eingeweiht worden.

Die "Königin der Nordschleife" hat nun auch ihre eigene Kurve. Die erste Kurve der legendären Schleife, direkt am Ortsrand von Nürburg, ist nun nach der im März mit nur 51-Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorbenen Rennfahrerin benannt. Ursprünglich war geplant, die Kurve beim Sechs-Stunden-Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie am 11. September einzuweihen. Dies wurde jedoch vorgezogen. Laut einem Sprecher wurde die Plakette im Beisein von Schmitz' Familie enthüllt. Nur drei weitere Streckenabschnitte tragen ebenfalls die Namen von Rennfahrern: Michael Schumacher, Formel-1-Rekordweltmeister, Rudolf Caracciola, Sieger des Eröffnungsrennens 1927, und Stefan Bellof, der 1983 einen Rundenrekord aufstellte, der mehrere Jahrzehnte Bestand hatte.

Schmitz ist in Nürburg aufgewachsen und hat 1996 unter dem Namen Sabine Reck als erste Frau das 24-Stunden-Rennen in der "Grünen Hölle" gewonnen. Schmitz gewann den Langstreckenklassiker 1997 ein weiteres Mal. Sie steht bis heute als einzige Frau in der Siegerliste. Ein Jahr später sicherte sie sich als erste Pilotin den Titel in der VLN-Langstreckenmeisterschaft.

Moderatorin und Botschafterin

International bekannt wurde Schmitz mit Auftritten in der britischen Kult-Fernsehserie "Top Gear". Auch in Deutschland moderierte die "Nürburgring-Königin" Motorsportmagazine im Fernsehen. Zudem chauffierte sie Interessierte mit dem Renntaxi durch die "Grüne Hölle" in der Eifel. Mehr als 33.000 Runden soll die "Botschafterin des Nürburgrings" auf der Nordschleife gefahren sein - und auch mal ihre Oma über die Strecke zum Friseur.

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