24-Stunden-Rennen am Nürburgring: 125 Fahrzeuge sind am Samstag ins Rennen gestartet (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Nach Rekord-Unterbrechung

Porsche siegt beim turbulenten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

STAND
REDAKTEUR/IN

Favorit Porsche hat das turbulente 24-Stunden-Rennen
auf dem Nürburgring gewonnen. Für die Schwaben war es bei der 49. Auflage der 13. Erfolg in der Eifel.

Matteo Cairoli (Italien), Michael Christensen (Dänemark), Kevin Estre (Frankreich) sowie Lars Kern vom Werksteam Manthey Racing holten sich mit ihrem 911 GT3 R den ersten Gesamtsieg beim Langstreckenklassiker.

Platz zwei belegten die Titelverteidiger von Rowe-Racing mit den ehemaligen DTM-Champions Martin Tomczyk und Marco Wittmann sowie Connor de Phillippi (USA) und Sheldon van der Linde (Südafrika). Sie lagen in einem BMW M6 GT3 am Ende nur 8,817 Sekunden zurück. Dritte wurden Maximilian Götz, Daniel Juncadella (Spanien), Raffaele Marciello (Italien) und Fabian Schiller im Mercedes.

Rennen mehr als 14 Stunden unterbrochen

Wegen schlechter Witterung war das Rennen für mehr als 14 Stunden unterbrochen gewesen - Rekord. Insgesamt wurden nur 59 Runden auf der Nordschleife absolviert.

Die vom Sieger gefahrenen 1497,302 Kilometer sind die kürzeste zurückgelegte Distanz in der Geschichte des Rennens.

Strenge Hygieneregeln beim 24-Stunden-Rennen

Im Rahmen eines Modellprojekts waren bis zu 11.600 Zuschauer an jedem der vier Renntage erlaubt. Das hatte die Kreisverwaltung Ahrweiler im Einvernehmen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz beschlossen und eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Nach dem strengen Hygienekonzept waren Zuschauer nur auf den vier Tribünen der Grand-Prix-Strecke und in den VIP-Lounges erlaubt, die Nordschleife blieb während der Rennveranstaltung geschlossen. Auf dem ganzen Gelände galt Maskenpflicht. Zutritt hatten nur vollständig Geimpfte, Genesene oder Besucher mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein durfte. Die Tickets wurden nur im Internet verkauft und waren personalisiert. Kontrollen führten die Ordnungsämter des Kreises und der Verbandsgemeinde Adenau durch.

Uni Bonn begleitet Modellprojekt wissenschaftlich

Das Modellprojekt wird wissenschaftlich durch das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn begleitet und ausgewertet, ob die Hygieneregeln gegriffen haben. Das heißt, wenn alles gut funktionierte am Rennwochenende in der Eifel, könnte das dann ein Vorbild für andere Großveranstaltungen im Freien in Rheinland-Pfalz sein - mit entsprechend strengen Hygiene- und Abstandsregeln.

Nürburg

Arbeit an Hygienekonzept Nürburgring: Motorsport-Events soll es trotz Corona geben

Corona verhindert zwar vorerst weiterhin Großveranstaltungen, der Nürburgring will aber beim Motorsport wieder durchstarten. Allerdings vorerst ohne Zuschauer vor Ort.  mehr...

Am Mittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Adenau

Tuning-Szene in der Eifel unterwegs Auch ohne Carfriday viele Autofans am Nürburgring

Rund um den Nürburgring war am Karfreitag ordentlich was los. Obwohl der sogenannte Carfriday offiziell abgesagt worden war, machten sich viele Motorsportfreunde auf den Weg in die Eifel.  mehr...

Motorsport | 24-Stunden-Rennen "Königin der Nordschleife": Sabine Schmitz verstorben

Der Motorsport trauert um Sabine Schmitz. Die gebürtige Nürburgerin, die 1996 unter dem Namen Sabine Reck als erste Frau das 24-Stunden-Rennen in der "Grünen Hölle" gewonnen hatte, starb am Mittwoch im Alter von 51 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.  mehr...

Rüdesheim

Wieder Überschwemmungen Starkregen flutet Gemeinden im Kreis Bad Kreuznach

Im Kreis Bad Kreuznach hat am Samstagabend starker Regen erneut für Überschwemmungen gesorgt. Betroffen war unter anderem die Verbandsgemeinde Rüdesheim.  mehr...

STAND
REDAKTEUR/IN