Lewis Hamilton winkt den Fans zu  (Foto: Imago, Imago)

Motorsport | Formel 1 Lewis Hamilton - der religiöse Raser

Auf der Rennstrecke kennt Mercedes-Pilot Lewis Hamilton keine Gnade. Privat setzt der viermalige Formel 1-Weltmeister jedoch auf die Gnade Gottes - auch vor dem WM-Lauf in Silverstone.

Immer wieder sonntags... läuten nicht nur die Kirchenglocken, sondern rasen auch die Formel 1-Piloten in ihren PS-starken Bolliden über die Rennpisten. Für Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton, aktuell hinter Sebastian Vettel auf Platz zwei der WM-Fahrerwertung, sind die Sonntage etwas ganz Besonderes. "Ich kann es sonntags kaum erwarten, in die Kirche zu gehen", verriet der 33-Jährige jetzt in dem neuen Formel-1-Podcast "Beyond the Grid".

Gottesdienst per Smartphone

Der gläubige Katholik: "Ich schaffe es allerdings nicht immer, weil wir ja Sonntags fahren. Manchmal schaue ich Sonntags online zu, es gibt da Live-Angebote." Dann schnappt er sich also sein Smartphone oder Tablet und schließt sich der weltweiten Online-Kirchengemeinde an.

Wenn Hamilton frei hat und kein Rennen bestreiten muss, trifft er sich sonntags morgens meist mit ein paar engen Freunden. "Wir treffen uns, frühstücken, und dann gehen wir zusammen in die Kirche", erzählt der Brite. "Wir verlassen sie dann meist wie erleuchtet und ermächtigt. Es ist wie eine innere Neuzentrierung."

"Ich bete vor jeder Mahlzeit"

Der Glaube ist für Hamilton aber mehr als eine Feiertags-Angelegenheit. Der Formel 1-Weltmeister versucht, täglich mit Gott in Kontakt zu treten. "Vor jeder Mahlzeit bete ich. Mal sind es nur ein paar Sekunden, mal eine ganze Minute. Aber ich nehme mir diesen Moment. Wenn alle am Tisch reden, bitte ich kurz um Ruhe und nehme mir die Zeit für mich.“

Während des Rennens im Cockpit bleibt ihm allerdings keine Zeit zu beten. Hamilton: "Alles kann zu jeder Zeit passieren, aber ich fühle, dass Gott seine schützende Hand über mich hält."

Am Sonntag fährt Hamilton bei seinem Heimrennen im englischen Silverstone. Ob er es dieses Mal statt vor einen Online-Livestream sogar in eine richtige Kirche schafft? Sein Geburtsort Stevenage liegt schließlich nur 80 Kilometer entfernt von der Rennstrecke.

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