Pascal Wehrlein in Rennkleidung (Foto: Imago, imago images / Kräling)

Motorsport | Formel E Formel E: Pascal Wehrlein muss in China wieder punkten

Die aktuelle Formel-E-Saison hat für den Schwaben Pascal Wehrlein mit einem ständigen Auf und Ab begonnen. An diesem Wochenende kann es in China wieder besser werden.

Der gebürtige Worndorfer (Landkreis Tuttlingen) wäre sicherlich bei seinen eigenen Leistungen mit etwas mehr Konstanz nicht unzufrieden. Seine wilde Achterbahnfahrt der Ergebnisse startete Mitte Januar bei seinem Debütrennen in Marrakesch mit einem unverschuldeten Crash mit Audi-Pilot Lucas Di Grassi. Trotz ausichtsreichem siebten Startplatz sah er nicht die Ziellinie. Im darauffolgenden Rennen, in Santiago De Chile, fährt der 24-Jährige dagegen nur knapp am Sieg vorbei, belegte den zweiten Rang und stand erstmals für sein Motorrennstall Mahindra Racing auf dem Siegertreppchen.

Von der Pole-Position nach ganz unten

Beim Wettkampf in Mexiko City gab es den wohl bisher größten Dämpfer für Wehrlein: Nach der Pole Position nahm er in den letzten Minuten in Führung liegend eine unerlaubte Abkürzung über eine Schikane, wird mit fünf Punkten Abzug bestraft. Dann rollt er noch langsamer als gedacht in die Zielgerade ein – der Strom im Rennwagen war alle, wodurch er am Ende nur Sechster war. Das letzte Rennen in Hongkong vor knapp zwei Wochen endete für den ehemaligen DTM-Piloten erneut auf den letzten Rängen aufgrund eines unverschuldeten Crashs in den ersten Runden.

Wehrlein ist im Team angekommen

Auf der Strecke in der 600.000-Einwohner-Stadt ist es für Wehrlein wieder Zeit für ein ordentliches Rennen. Nach dem letzten Ausfall folgte Platz zwei. Aber die Formel E ist für viele Überraschungen gut, immer wieder gibt es unvorhergesehene Pannen, Unfälle oder Strafen. Wehrleins Saisonverlauf spiegelt das ganz gut wieder. Trotz der Rückschläge wirkt es in der Öffentlichkeit so, als wäre der Schwabe nun auch persönlich voll und ganz bei seinem indischen Rennstall integriert und angekommen. Das färbt sich natürlich auch auf die sportlichen Leistungen aus. "Ich fühle mich wirklich wohl im Team. Wir kommen gut miteinander aus und arbeiten gut zusammen. Es fühlt sich wie eine Familie an", sagte Wehrlein noch in Hongkong.

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