Der Silver Arrow 01 ist silber und schwarz. Das Auto steht auf einer schrägen Plattform. (Foto: SWR, SWR)

Motorsport | Formel E Unter Strom: So plant Mercedes den Großangriff

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Mercedes dominiert seit 2014 die Formel 1. Jetzt greifen die Stuttgarter in der Formel E an. Als Speerspitze dafür dient der neu entwickelte Rennwagen, der auf der IAA vorgestellt wurde.

Seit fast sechs Jahren lehrt Mercedes seinen Konkurrenten in der Formel 1 das Fürchten. Daneben will der Autobauer aus Stuttgart ab der Saison 2019/20 auch in der Elektro-Serie, der sogenannten Formel E, für Furore sorgen. Teamchef wird der Brite Ian James, als Fahrer werden Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries für das Mercedes-Benz EQ Formel-E-Team ins Lenkrad greifen. Feuertaufe für den neuen Rennwagen wird am 22./23. November in Saudi-Arabien sein, wenn die Elektro-Serie ihren Saisonauftakt feiert.

Motorpower aus England

Die Einsätze des Rennteams wird HWA leiten, das bereits in der vergangenen Saison als HWA Racelab mit Vandoorne und Gary Paffett an den Start ging. Der 27-jährige Belgier Vandoorne hat bereits Formel 1-Erfahrung bei McLaren gesammelt. Paffett hingegen muss sich nach einer Saison um eine Alternative bemühen. Der Niederländer de Vries übernimmt sein Cockpit. Momentan führt er die Formel 2-Meisterschaft an. Der 24-Jährige hat in der Vergangenheit schon Testfahrten für den Konkurrenten Audi absolviert. Der Antriebsstrang des EQ Silver Arrow 01 wurde in Großbritannien hergestellt und beinhaltet neben dem Motor, das Getriebe, den Inverter, Teile der Hinterachse sowie die Software für das Energie-Management. Das Chassis ist bei allen Teilnehmern der Serie identisch und stammt von Dallara, während Michelin Reifen-Ausrüster der Elektro-Serie ist.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bekräftigte bei der Präsentation des Silberpfeils auf der IAA in Frankfurt, dass für die Stuttgarter ein neues Kapitel in ihrer Motorsportgeschichte beginnt.

Dauer

Konkurrenz ist groß

Wolff ist sich sicher, dass die Serie "durch Porsche und Mercedes einen Boost bekommen wird". Neben den beiden Stuttgarter Debütanten tritt auch die nationale Konkurrenz aus Bayern mit Audi und BMW in der Formel E an. Mercedes jedoch ist das einzige Team, das neben der Formel 1 ab sofort auch in der Formel E werksseitig am Start ist. Vielleicht werden in Kürze auch die rein elektrischen Silberpfeile gefürchtet.

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