Zehnkämpfer Niklas Kaul bei der Leichtathletik-WM in Eugene. (Foto: IMAGO, IMAGO / Chai v.d. Laage)

Leichtathletik | European Championships

Zehnkämpfer Niklas Kaul geht mit großem Ambitionen in die Heim-EM

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Nach Platz sechs bei der WM in Eugene ist Zehnkämpfer Niklas Kaul heiß auf die Heim-EM. In München will der 24-Jährige noch einmal nachlegen.

Für Medaillenanwärter Niklas Kaul hat der Zehnkampf bei der Heim-Europameisterschaft in München erste Priorität in dieser Saison. "Objektiv ist natürlich eine WM mehr wert, eine EM im eigenen Land ist für mich persönlich aber wertvoller" sagte der 24 Jahre alte Mainzer in einem Interview mit der Deutschen Sporthilfe. "Mein Ziel ist es, in München bei der ersten Disziplin im 100-Meter-Block zu sitzen und in einer körperlichen Verfassung zu sein, die so gut ist wie noch nie zuvor."

Bei den Weltmeisterschaften drei Wochen zuvor war Kaul mit 8.434 Punkten Sechster geworden. Bei seinem WM-Titelgewinn 2019 in Doha/Katar hatte er die bis heute gültige Bestleistung von 8.691 Punkten aufgestellt. Für den Medaillenkampf am Montag und Dienstag im Münchner Olympiastadion hat auch Weltmeister und Weltrekordler Kevin Mayer (Frankreich) gemeldet. Neben Kaul sind drei weitere deutsche Starter dabei: Titelverteidiger Arthur Abele, Tim Nowak (beide Ulm) und Kai Kazmirek (Rhein-Wied).

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Ärgerliches Olympia-Aus

Den Rückschlag von den Olympischen Spielen in Tokio, als er nach vier Disziplinen verletzt aufgab, hat Kaul verarbeitet - auch wenn er sein Ausscheiden als "rückblickend sehr, sehr ärgerlich" bezeichnet. Das vorzeitige Aus in Japan ist für ihn nun aber Motivation für die Sommerspiele 2024. "Ich möchte es in Paris einfach besser machen als in Tokio", sagte Kaul. "In Japan haben wir außerdem Olympische Spiele erlebt, wie sie noch nie waren, ohne Zuschauer, ohne andere Sportarten sehen zu können."

Er möchte in Paris deshalb Spiele erleben, wie sie eigentlich sind: "Das macht den Antrieb besonders. Und ich will in Paris 2024 natürlich in der Lage sein, eine Bestleistung abzuliefern - dann werden wir sehen, wozu das reicht."

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