Malaika Mihambo (Foto: IMAGO, IMAGO / Beautiful Sports)

Leichtathletik

Mihambo will nach Paris 2024 weitermachen

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Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo kann sich vorstellen, ihre Karriere über die Sommerspiele 2024 in Paris hinaus fortzusetzen.

Die frisch gebackene Vize-Europameisterin sprach mit Sport Bild über ihre Karriere und die Olympische Spiele 2024 in Paris. "Ich glaube nicht, dass das mein letzter Wettkampf sein wird", sagte Mihambio. Ihre Zukunft sei von verschiedenen Faktoren abhängig.

Familienplanung & Fitness

"Einer davon ist die Familienplanung, die ich mir persönlich in Kombination mit dem Leistungssport nicht vorstellen kann", so die 28-Jährige. Maßgeblich seien auch der Spaßfaktor und die körperliche Fitness. "Vielleicht entscheidet am Ende der Körper darüber, wann es vorbei ist", sagte Mihambo, die eine vor zwei Jahren angedachte Zusammenarbeit mit Leichtathletik-Legende Carl Lewis in den USA ausschloss. "Ich möchte in Deutschland bleiben und nicht mehr zu Lewis in die USA gehen, weil ich in Ulli Knapp einen Trainer gefunden habe, dem ich vertrauen kann. Bei ihm stehe ich immer als Mensch im Vordergrund und nicht nur als Athletin. Das möchte ich nicht gegen etwas eintauschen, was ich nicht abschätzen kann."

Ich weiß, dass ich definitiv noch mehr draufhabe als meine bisherige Bestleistung von 7,30 Metern.

Mihambo wollte ursprünglich zu Lewis nach Texas gehen und dort unter dem viermaligen Weitsprung-Olympiasieger trainieren. Die Corona-Pandemie machten diese Pläne zunichte. Vor der WM in den USA sagte Mihambo im Juli dann bereits, dass eine Zusammenarbeit mit Lewis, der auch als Sprinter mehrere Olympiasiege holte, hintanstehe. Mit ihrem bisherigen Bestwert beim WM-Sieg in Doha 2019 hält Mihambo ihr Leistungsvermögen noch nicht für ausgeschöpft. "Ich weiß, dass ich definitiv noch mehr draufhabe als meine bisherige Bestleistung von 7,30 Metern. Ich freue mich drauf, das noch zu zeigen, wenn ich verletzungsfrei durchtrainieren kann", sagte die Athletin der LG Kurpfalz.

Deutscher Rekord in Reichweite

"Ich möchte mich auf jeden Fall weiter verbessern, um mein Potenzial auszuschöpfen", sagte Mihambo: "Rekorde sind dabei immer spannend." Der deutsche Rekord von Heike Drechsler aus dem Jahr 1988 liegt bei 7,48 m, der Weltrekord, den Galina Tschistjakowa aus der damaligen Sowjetunion im selben Jahr sprang, bei 7,52 m. Die Heim-EM in München, bei der Mihambo Mitte August Silber gewann, sei für sie "einer der anstrengendsten Wettkämpfe überhaupt" gewesen. Unmittelbar danach hatte sie kurzzeitig unter starken gesundheitlichen Problemen gelitten, sie sprach von "Atemnot im Zusammenhang mit meiner Corona-Infektion", die sie im Vorfeld geschwächt hatte.

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