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Beim letzten Diamond-League-Meeting vor den Olympischen Spielen in Tokio haben Speerwerfer Johannes Vetter und Weitspringerin Malaika Mihambo gute Platzierungen erzielt, sich aber noch nicht in Olympia-Bestform präsentiert.

Der Speerwerfer aus Offenburg wendete am Dienstagabend im britischen Gateshead seine erste Niederlage nach zuletzt 17 Siegen in Serie gerade noch ab - mit 85,25 Meter im letzten Durchgang. Der Olympia-Favorit schimpfte danach jedoch im TV-Interview bei "Sky": "Ich bin sehr enttäuscht. Die Organisatoren haben hier einen Belag hingelegt, auf dem man sich nur die Beine brechen kann. Im letzten Versuch habe ich alles reingelegt."

Vetter siegt vor Mainzer Weber

Vetter gilt als eindeutiger Favorit auf olympisches Edelmetall. Der 28 Jahre alte Weltmeister von 2017, der zuletzt sieben Mal hintereinander die 90-Meter-Marke übertroffen hatte, musste in Gateshead auch einer harten Trainingsphase Tribut zollen und verpasste einen weiteren 90-Meter-Wurf. Keshorn Walcott (Trinidad und Tobago), der Olympiasieger von 2012, kam auf 82,81 Meter.

Der Wettkampf wurde in einem gewöhnungsbedürftigen Modus entschieden: Die Top Drei nach fünf Versuchen warfen in einem einzigen weiteren Wurf den Sieger aus. Daher ging der zweite Platz dank des entscheidenden letzten Durchgangs an den deutschen Meister Julian Weber aus Mainz mit 81,07 Metern.

Mihambo springt auf Platz zwei

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz hatte beim Meeting große Probleme mit ihrem Anlauf und kam mit 6,65 Meter auf Rang zwei. Für die 27-Jährige war es der letzte Wettkampf vor Tokio. Mihambo hatte zuletzt in Stockholm erstmals in diesem Sommer die Sieben-Meter-Marke übertroffen, allerdings windunterstützt.

Dieses Mal lag Hallen-Europameisterin Marina Bech-Romantschuk (Ukraine) mit 6,77 Metern vorn. Hinter Mihambo landete die Spanierin Fátima Diane auf Rang zwei, obwohl sie 6,67 Meter sprang. Beim sechsten und entscheidenden Durchgang war Mihambo jedoch besser als Diane und wurde deswegen Zweite.

Meeting wegen Corona nach Gateshead verlegt

Das ursprünglich in der britischen Hauptstadt London angesetzte Diamond League-Meeting war coronabedingt nach Gateshead verlegt worden. Dort traten viele internationale Stars gegeneinander an, die auch bei den Leichtathletik-Wettbewerben bei den Olympischen Spielen in Tokio (30. Juli bis 8. August) am Start sein werden.

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