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Stellenbosch in Südafrika. Zehnkampfweltmeister Niklas Kaul bereitet sich gemeinsam mit anderen Spitzenathleten auf die Olympischen Spiele vor. Aber was, wenn die nicht stattfinden? SWR Sport hat die Athleten im Trainingslager besucht.

Das Feuer brennt. Entzündet im antiken Olympia. Ganz traditionell, so wie immer. In Tagen wie diesen dann aber doch ganz anders: Statt umjubelt von Fans und Schaulustigen, läuft die Zeremonie aus Schutz vor dem Coronavirus in diesem Jahr ohne Zuschauer ab. Ob das Feuer Tokio je erreichen wird? Noch ist völlig offen, ob die Olympischen Spiele 2020 überhaupt stattfinden können.

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Viele Athleten im Trainingslager

Die Sportler mit olympischen Ambitionen bereiten sich seit Wochen und Monaten, einige sogar schon seit Jahren auf das Großereignis vor. Viele Leichtathleten sind gerade im Trainingslager, um die richtige Form zu finden. In Südafrika trainieren die Mehrkämpfer, die Stabhochspringer und viele Para-Leichtathleten. Natürlich ist auch hier eine mögliche Absage tagtäglich ein Thema auf dem Trainingsplatz in Stellenbosch. Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul vom USC Mainz hätte zum Beispiel Verständnis für eine Absage. Der 22-Jährige könnte sich vorstellen, dass die Spiele notfalls auf einen späteren Termin verschoben werden. Für ihn würden sie aktuell nur Sinn machen, wenn die Durchführung für alle – also Sportler und Zuschauer – unbedenklich wäre.

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Paralympics-Sieger Markus Rehm sieht das Ganze etwas dramatischer. Für den Para-Weitsprung-Weltrekordler wäre eine Verschiebung oder gar eine Absage nicht so leicht zu kompensieren. Der Göppinger in Diensten von Bayer Leverkusen hat seine Planungen auf die Spiele ausgerichtet. Alles ist genau abgestimmt. Er glaubt, dass es vielen Sportlern ähnlich geht. Die Top-Leistung an einem anderen Termin abzurufen, wird aus seiner Sicht nicht möglich sein.

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Der Stabhochsprung-Weltmeister von 2013, Raphael Holzdeppe, sieht die Problematik ähnlich. Der Zweibrücker hat seine Saison exakt auf die Olympischen Spiele ausgerichtet, ist nach zuletzt schwankenden Leistungen wieder in guter Form. Der 30-Jährige hat schon drei Olympische Spiele erlebt. Für ihn gilt wie für viele andere Athleten: Keiner soll sich wegen Corona in Gefahr begeben, aber Olympia ist die Plattform, auf der sie sich der Welt präsentieren können.

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So schauen die olympischen Athleten gespannt auf die Entwicklung in der Corona-Krise und hoffen, dass die olympische Fackel nicht erlischt.

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