Julian Weber vom USC Mainz gewinnt EM-Gold im Speerwerfen (Foto: IMAGO, Imago/Chai v.d. Laage)

EM-Gold für Speerwerfer Julian Weber

Der USC Mainz holt zwei Mal Gold bei den European Championships

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Achim Scheu

Mit 16 Medaillen, darunter siebenmal Gold, waren die deutschen Leichtathleten die Nummer eins auf ihrer EM-Bühne. Allein zwei der sieben Goldmedaillen gehen an den USC Mainz. Dort ist man zurecht stolz auf die Erfolge.

Die Goldmedaille für Speerwerfer Julian Weber rundete die European Championships gestern Abend aus Sicht der deutschen Leichtathleten und Leichtathletinnen perfekt ab. Beim traditionsreichen USC Mainz wird der EM-Titel von Weber groß gefeiert.

"Julian ist Europameister, was haben wir ihm das gewünscht und was haben wir ihm die Daumen gedrückt. Wir kennen ihn so lange und wissen, wie sehr er sich nach einem Titel gesehnt hat und wie oft er vorher Pech hatte. Jetzt hat es geklappt, super Julian", jubelte USC-Präsident Detlev Höhne im SWR-Interview.

Schon vor wenigen Tagen hatten Höhne und der gesamte USC Grund stolz zu sein, als Zehnkämpfer Niklas Kaul mit einem furiosen Finale die Goldmedaille gewann. "Das war wieder ein typischer Niklas Kaul, Achterbahn der Gefühle. Super was er da geleistet hat, wir sind super stolz auf ihn", hatte der USC Präsident da schon den ersten Mainzer Erfolg bei der EM entsprechend gefeiert.

Speerwurf-Gold für Julian Weber eine echte Überraschung

Mit der Goldmedaille für Weber war nicht unbedingt zu rechnen. Der 27-Jährige verspürte nach seiner ersten internationalen Medaille eine große Befreiung. "Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen. Ich habe lange darauf hingearbeitet. Jetzt bin ich Europameister, sagte Julian Weber nach seinem Sieg zum Abschluss der EM in München. "Ich will seit Jahren diese Medaille. Ich hätte mir keinen schöneren Platz aussuchen können", schwärmte der Mainzer und verwies auf die "unfassbare Heimkulisse".

Weber hatte bei den Olympischen Spielen im Vorjahr und zuletzt bei der WM als Vierter jeweils einen Podestplatz verpasst, diesmal siegte er mit 87,66 Metern vor dem Olympia-Zweiten Jakub Vadlejch aus Tschechien.

Dank an das Publikum

Das Publikum habe ihn so gepusht, dass er seine Schmerzen an Schulter und Rücken nicht gespürt habe, sagte Weber. Kurios ist Gold auch deshalb, weil Weber überlegt hatte, ob er überhaupt antreten soll. Auf das übliche Aufwärmen und Einwerfen hatte er wegen der Schmerzen komplett verzichtet - Gold wurde es am Ende dennoch.

Partystimmung in München

Der Abschlussabend im Münchener Olympiastadion war aus noch einmal sehr stimmungsvoll. Kurz nach dem Goldwurf von Weber gewann die 4 x 100 Meter Staffel der Frauen im letzen Wettbewerb der European Championships ebenfalls noch die Goldmedaille. 40.000 Zuschauer im Stadion waren komplett euphorisiert.

"Ich freue mich für alle, die eine Medaille geholt haben, aber auch für alle anderen", sagte Speerwurf-Europameister Weber. "Wir sind so ein starkes Team und so gut drauf. Man hat gesehen, dass bei einem Großteil der Athleten der Fokus auf der EM lag, um das hier in der Heimat zu zelebrieren. Das zeigt, wie stark wir sind."

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Achim Scheu

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