Kira Grünberg (Foto: Imago, imago/GEPA pictures)

Portrait | Kira Grünberg In ein neues Leben gesprungen

Kira Grünberg war eine hochtalentierte Stabhochspringerin. Dann brach sich die Österreicherin beim Training einen Halswirbel und ist seitdem querschnittgelähmt.

Noch immer hält Kira Grünberg den österreichischen Rekord im Stabhochsprung. 4,45 Meter erreichte sie, sowohl unter freiem Himmel als auch in der Halle. Die Tirolerin, die als Kleinkind in Reutlingen, der Heimat ihres Vaters, aufwuchs, war auf dem Weg zu internationaler Klasse. Stetig ging es bergauf, bis zu jenem dramatischen Unfall am 30. Juli 2015. Vor den Augen ihrer Eltern stürzte sie bei einem Trainingssprung aus gut vier Metern Höhe ab. Die damals 21-Jährige verfehlte die Matte und knallte mit dem Kopf an die Kante des Einstichkastens.

Kira Grünberg musste in einem Innsbrucker Krankenhaus notoperiert werden. Die Ärzte kämpften um ihr Leben. Der fünfte Halswirbel war zertrümmert, Knochensplitter hatten das Rückenmark beschädigt. Die Diagnose: Querschnittlähmung.

Es folgte eine lange Zeit der Reha und eine Zeit der Neuorientierung. Nicht nur für Sie, auch für die ganze Familie. Ihr Schicksal hat Kira Grünberg in einem Buch verarbeitet. "Mein Sprung in ein neues Leben", heißt der Titel. Inzwischen hat die 24-Jährige eine neue Herausforderung gefunden. Sie ist Politikerin. Seit November sitzt Kira Grünberg als Abgeordnete im österreichischen Parlament. 

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