Johannes Vetter beim Speerwerfen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliace)

Leichtathletik | Speerwurf Johannes Vetter und Andreas Hofmann - zwei Speerwerfer und ein Ziel

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Ein Weltmeister und einer, der es noch werden möchte: Johannes Vetter und Andreas Hofmann - zwei Speerwerfer aus Baden, die mit dem gleichen Ziel zur Leichtathletik-WM nach Doha reisen.

Zwei Speerwerfer, zwei Städte, ein Ziel: Johannes Vetter aus Offenburg und Andreas Hofmann, der in Mannheim trainiert, sind die beiden Speer-Giganten aus dem Badener Raum. Und beide haben für die Leichtathletik-WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) nur ein Ziel: den Titel.

Der aktuelle Weltmeister Johannes Vetter ist gebürtiger Dresdner, fühlt sich inzwischen aber im badischen Offenburg zuhause: "Ich wurde so gut angenommen in Offenburg. Ich konnte mich hier sportlich und persönlich weiterentwickeln. Es ist eine Gegend, in der man gut und gerne lebt", sagt Vetter im Gespräch mit SWR Sport. Andreas Hofmann ist in Waghäusel geboren, lebt in Heidelberg und trainiert in Mannheim. In seiner Heimat fühlt er sich wohl und will diese auch so schnell nicht verlassen.

Ende September wollen die beiden Speerwerfer in Doha vorne mitmischen. Bei der WM 2017 in London landete Hofmann auf Platz acht. Er musste zusehen, wie Vetter sich die Goldmedaille erkämpfte. Vetter will seinen Titel behalten und Hofmann will ihm den Titel abjagen.

Planbar ist beides nicht: Training ist wichtig, doch im Wettkampf entscheidet häufig die Tagesform. "Es gibt Tage, da fliegt der Speer manchmal nicht soweit, wie er sonst fliegt", meint Vetter. Damit ein Wurf über die 80- und vielleicht auch 90-Meter-Marke fliegt, müsse Vetter gut gegessen, gut geschlafen haben und am Ende "heiß wie Frittenfett" sein.

Auch Andreas Hofmann peilt eine WM-Medaille an. Die Favoriten werfen derzeit jedoch ein gutes Stück weiter: Erst vergangene Woche warf Vetter den Speer in Minsk auf 90,03 Meter und Magnus Kirt aus Estland warf 90,61 Meter - so weit wie kein anderer in diesem Jahr. Hofmann ist mit seiner persönlichen Bestleistung (89,65 Meter Anfang Juni beim Meeting in Rehlingen) in diesem Jahr noch ein ganzes Stück dahinter. Er wird sich also steigern müssen, wenn er ein ernsthaftes Wort um den Titel mitreden will.

Ab dem 5. Oktober werden die beiden Speerwerfer ihr Können und ihren Siegeswillen in Doha unter Beweis stellen. Dann wird sich zeigen, wer seinem Ziel am nächsten kommt.

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