Stuttgart jubelt gegen Melsungen (Foto: IMAGO, IMAGO / Pressefoto Baumann)

Handball | Bundesliga

Wegen Energiekrise: TVB Stuttgart blickt mit Sorge auf neue Verordnung

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Sophia Möhle

Die neue Energiesparverordnung der Bundesregierung hat im Profisport am Donnerstag große Sorgen ausgelöst - denn auch Vereine wie der TVB Stuttgart könnten betroffen sein. Doch offenbar können die Clubs aufatmen.   

"Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Wenn das wirklich so hart für uns durchgesetzt wird, dann ist das eine absolute Katastrophe", sagt Jürgen Schweikardt, der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart mit Blick auf die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung, die am Donnerstag in Kraft getreten ist.

Darin ist festgelegt, dass von 22 bis 16 Uhr des Folgetages "der Betrieb beleuchteter oder lichtemittierender Werbeanlagen" untersagt ist - und das könnte massive Folgen für den Profisport haben.

Bandenwerbung für Clubs elementar

Laut des Geschäftsführers finanzieren sich die Stuttgarter Handballer zu etwa drei Vierteln aus Sponsoring-Geldern. Würde etwa die Bandenwerbung eingeschränkt, würde das das Geschäftsmodell des Vereins "massiv torpedieren". "Es ist eines unserer Hauptprodukte. Das verkaufen wir, wie Daimler zum Beispiel Autos verkauft", erklärt Schweikardt im Gespräch mit SWR Sport.

Schweikardt hofft deshalb, dass die Regelung mit Blick auf den Profisport differenziert betrachtet werde. Auf Nachfrage von SWR Sport verwies das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg am Donnerstag auf das Bundeswirtschaftsministerium. Das sei aktuell mit dem Bundesinnenministerium in Gesprächen zu Beleuchtungen, unter anderem bei Sportveranstaltungen.

Aufatmen bei den Clubs?

Am Donnerstagabend teilte die Initiative Profisport Deutschland (IPD) nun mit, dass der Profisport von den Regelegungen nicht betroffen sei. "LED-Banden in Veranstaltungsstätten wie Hallen und Stadien sind nicht von der Nutzungseinschränkung für beleuchtete Werbeanlagen erfasst", hieß es in einer IPD-Stellungnahme, schließlich seien "Werbeanlagen" in den Bauordnungen der Länder als 'Anlagen der Außenwerbung' definiert.

Die Initiative, in der sich Clubs aus dem Fußball, Handball, Basketball und Eishockey organisiert haben, geht von "einer bundeseinheitlichen Auslegung des Begriffes aus. Hinzu kommt, dass LED-Banden in Veranstaltungsstätten nur zeitlich begrenzt in Betrieb sind, nämlich während der jeweiligen Veranstaltung, und nicht täglich. Sie richten sich zudem an einen bestimmten Adressatenkreis, die jeweiligen Zuschauerinnen und Zuschauer bei einer Veranstaltung".

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Sophia Möhle

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