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Am Nachmittag kam das negative Corona-Testergebnis, am Abend stand Johannes "Jogi" Bitter wieder für den TVB Stuttgart im Tor und zeigte beim 36:24 gegen die HSG Nordhorn-Lingen eine starke Leistung.

Am Ende war es so als wäre Johannes "Jogi" Bitter nie weggewesen: Obwohl sein negatives Testergebnis erst am Nachmittag kam und er seit seiner Coronainfektion kein Mannschaftstraining mehr bestreiten konnte, glänzte Bitter beim 36:24-Sieg des TVB Stuttgart: Schon in den ersten fünf Minuten zeigte der Nationaltorwart vier Paraden (insgesamt 14) und ließ die Spieler der HSG Nordhorn-Lingen früh verzweifeln.

Dass Bitter so stark auf das Feld zurückkehrt, hat ihn auch etwas überrascht: "Es hat mich auch gewundert, aber es ist natürlich sehr viel Routine im Spiel", sagte Bitter nach dem Spiel SWR Sport. "Ich konnte direkt am Anfang Bälle halten und dann natürlich mit der Ausstrahlung und Erfahrung dem Gegner so ein bisschen den Mut nehmen."

"Experiment" von TVB-Trainer Schweikardt geglückt

Für Bitter war es ein "Experiment", dass Trainer Jürgen Schweikardt ihn nach zwei Wochen Corona-Pause direkt von Anfang an aufs Feld geschickt hat. "Aber der Trainer hat scheinbar gewusst, was er da macht", lacht der Nationaltorwart. Denn Bitter konnte bis zum Spiel nicht mit der Mannschaft trainieren, sondern nur individuell.

Bis Donnerstagnachmittag auf negatives Testergebnis gewartet

Mitte November war Bitter wie drei andere deutsche Nationalspieler (Marian Michalczik, Finn Lemke und Juri Knorr) auch nach der Länderspielpause positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seit Ende der vergangenen Woche stand der 38-Jährige zwar nicht mehr unter Quarantäne, Bitter fehlte aber noch ein negatives Testergebnis, um wieder am Spielbetrieb teilzunehmen. Das schreibt das Corona-Konzept der Handball-Bundesliga vor.

Das Warten auf das Testergebnis hat Bitter verrückt gemacht: "Das war heute Mittag schon so, dass ich einen Adrenalinpegel bis unter die Augen hatte und schon gesagt habe: Wenn ich heute nicht spielen darf, muss ich heute irgendetwas Verrücktes machen, um wieder runterzukommen."

Das negative Testergebnis kam aber am Nachmittag noch und Bitter wurde zum Matchwinner des TVB Stuttgart. Nach dem Spiel hat Bitter aber schon festgestellt, dass ihm das Training etwas gefehlt hat. Er fühlt sich zwar gut, will aber trotzdem weiter auf seinen Körper achten. "Die Docs haben mich freigegeben, wir bleiben auch am Ball und ich lasse mich weiter durchcheken, weil ich selber natürlich ein großes Interesse daran habe, dass nichts passiert." Mit dem Sieg gegen ein schwaches Team aus Nordhorn-Lingen ist der TVB zuhause weiter ungeschlagen und steht aktuell auf Platz drei der Handball-Bundesliga.

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