Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen befürchtet künftig einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Teams in der Handball-Champions-League (Foto: Imago, imago images / foto2press)

Handball | Rhein-Neckar Löwen Rhein-Neckar Löwen fordern Ausnahmen vom TV-Vertrag der Bundesliga

Erneut müssen die Rhein-Neckar Löwen innerhalb weniger Tage erst in der Bundesliga und danach in der Champions League antreten. Für Trainer
Nikolaj Jacobsen ein Wettbewerbsnachteil.

Die Rhein-Neckar Löwen haben vor ihrem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim HBC Nantes den Spielplan der Handball-Bundesliga kritisiert. 48 Stunden vor der Partie am Samstag (19.00 Uhr) müssen die Löwen in der Liga beim VfL Gummersbach antreten, direkt im Anschluss werden sie die rund 900 Kilometer lange Reise nach Nantes mit dem Bus starten.

"Es muss eine Grundsatzentscheidung der Liga her: Um den deutschen Champions-League-Startern zu helfen, brauchen wir mehr Flexibilität", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem "Mannheimer Morgen" (Mittwoch). Kettemann bezog sich auf den TV-Vertrag der Liga mit Sky, der feste Spieltage am Donnerstag und Sonntag vorsieht. "Es muss möglich sein, dass die deutschen Vereine auch mittwochs ihre Liga-Spiele austragen können, wenn sie samstags in der Champions League antreten", sagte sie.

Wettbewerbsnachteil für deutsche Teams in der Handball-Champions-League?

Sollte der Spielplan nicht angepasst werden, befürchtet Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen künftig einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Teams in der Königsklasse. "Wenn der Plan so ist, dass donnerstags in der Bundesliga gespielt werden muss, werden die Vereine aus den anderen Ländern das nutzen", sagte der 47-jährige Däne. "Sie wären dumm, wenn sie dann nicht samstags gegen die Deutschen spielen."

Laut Bundesliga-Boss Frank Bohmann hatte es im Dezember Gespräche zwischen der Liga und den beteiligten Klubs über mögliche Verlegungen gegeben. "Das hat aber nicht dazu geführt, dass die Spieltagsansetzung verändert werden konnte", sagte Bohmann. Auch Kapitän Andy Schmid ärgert sich: "Es wiederholt sich immer wieder. Wir sind die Marionetten und deswegen bewegen wir uns so, wie wir von anderen geführt werden. Denn wir halten die Fäden nicht in unseren Händen", sagte Schmid.

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