Großer Jubel bei den Rhein-Neckar Löwen (Foto: Imago, Bildbyran)

Handball | Champions League Der Löwen-Traum von der Endrunde lebt

Die Rhein-Neckar Löwen beenden ihr Champions-League-Jahr mit einem 32:27-Sieg in Kristianstad. Die Chancen auf die Teilnahme an der Endrunde in Köln stehen gut.

Mit einem guten Gefühl verließ Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen die Handball-Halle. "Das war eine klare Steigerung", sagte der Coach der zuletzt etwas schwächelnden Rhein-Neckar Löwen nach dem 32:27 (18:13) beim schwedischen Verein IFK Kristianstad. Seine Mannschaft glänzte zwar nicht. Sie geriet im letzten Champions-League-Spiel des Jahres aber wenigstens nicht schon wieder in Gefahr und geht nun mit einer guten Ausgangsposition in die letzten vier Vorrundenpartien im Februar und März.

Gute Ausgangssituation

"Wir haben 12:8-Punkte und können mehr als zufrieden sein. In dieser schweren Gruppe ist gegen jeden Gegner eine Niederlage möglich", sagte Jacobsen. Die Mannheimer haben das Achtelfinale fast schon sicher erreicht und kämpfen nun um eine Spitzenplatzierung, um in der K.o.-Runde den vermeintlich schwersten Gegnern erst einmal aus dem Weg zu gehen.

"Es sieht gut aus", sagte der in Schweden verletzt pausierende Rechtsaußen Patrick Groetzki, "auch wenn wir zu Beginn des Wettbewerbs sicherlich ein paar Punkte verschenkt haben." Der Nationalspieler dachte dabei vor allem an die unglücklichen Auswärtsniederlagen bei Vive Kielce und Vardar Skopje, als die Löwen lange Zeit die bessere Mannschaft waren. "Mit Ausnahme von Barcelona sind aber alle Gegner noch in Reichweite", sagte Groetzki.

Momentan liegt der deutsche Pokalsieger nur einen Zähler hinter dem Tabellenzweiten Skopje, allerdings ist auch der fünfte Rang noch möglich. Für die Löwen spricht, dass sie die direkten Rivalen Skopje und Kielce noch in eigener Arena empfangen und ein lösbares Auswärtsspiel bei Meschkow Brest haben. Zum Abschluss geht es zum FC Barcelona, der dann den Gruppensieg vielleicht schon sicher hat.

"Wir möchten in der Vorrunde weiter vorn landen als in den zurückliegenden Jahren", betont Kapitän Andy Schmid seit Wochen. Wie auch alle andere Löwen treibt ihn der Traum an, nach all den nationalen Erfolgen mit zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg endlich auch einmal auf europäischer Bühne ein Ausrufzeichen zu setzen. Vier Mal in Serie war zuletzt im Achtelfinale Schluss, diesmal soll es das Viertelfinale sein. Mindestens. Denn insgeheim lautet das große Ziel Final Four in Köln.

"Dieses Turnier ist noch einmal eine Nummer größer als die Endrunde um den DHB-Pokal. In Köln misst man sich mit den Besten der Welt", sagte Groetzki: "Jeder, der mal als kleiner Junge angefangen hat, Handball zu spielen, muss davon träumen, beim Final Four der Champions League dabei zu sein." Ab Februar liegt es auch am Rechtsaußen, diesen Traum der Löwen wahr werden zu lassen.

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