Bogdan Radivojevic (re) und Vladan Lipovina von den Rhein-Neckar Löwen (Foto: picture-alliance / dpa)

Handball | Rhein-Neckar Löwen Rhein-Neckar Löwen peilen das Final Four an

Mit dem 36:27-Erfolg gegen den schwedischen Klub IFK Kristianstad bauten die Rhein-Neckar Löwen ihre Champions-League-Bilanz auf 6:4-Punkte aus. Die Mannheimer sind zufrieden und peilen in der Königsklasse große Ziele an.

In die Freude über den Champions-League-Sieg gegen IFK Kristianstad mischte sich bei den Rhein-Neckar Löwen auch ein wenig Ärger über die nicht optimale Zwischenbilanz nach bisher fünf Vorrundenspielen. "Wir waren fünfmal die bessere Mannschaft", sagte der Kapitän Andy Schmid nach dem 36:27 (18:14) des Handball-Bundesligisten gegen den schwedischen Meister.

"Eigentlich sollten wir 10:0 Punkte haben"

Allerdings verloren die Löwen auch zwei ihrer fünf Spiele. Patrick Groetzki teilte Schmids Einschätzung über die Situation in der Gruppe A der europäischen Königsklasse. "Eigentlich sollten wir 10:0 Punkte haben", so der Rechtsaußen des deutschen Vizemeisters.

Allerdings traten die Löwen nur in ihren bisher drei Heimspielen konsequent auf und gewannen sie allesamt. Ihre Auswärtspartien bei Vive Kielce und Vardar Skopje verloren sie ohne Not und belegen daher mit 6:4 Punkten Rang drei.

Gemischte Gefühle

Entsprechend gemischt sind die Gefühle bei den Profis des DHB-Pokalsiegers, der in der Champions League nach einer kleinen Pause erst wieder am 3. November gefordert ist - auswärts beim ungarischen Spitzenclub Telekom Veszprém. "In dieser Gruppe ist jedes Auswärtsspiel extrem hart, man ist fast immer der Außenseiter", sagte Spielmacher Schmid, der mit den Löwen zuletzt viermal in Serie im Achtelfinale der Champions League ausschied.

Der Traum lebt

In dieser Saison wollen sie nun endlich wieder das Final Four in Köln erreichen. "Natürlich gibt es diesen Traum. Wir waren schließlich lange nicht mehr dort", sagte der Sportlicher Leiter Oliver Roggisch. Er war selbst noch als Spieler für die Nordbadener aktiv, als sie 2011 das einzige Mal an der Endrunde teilnahmen. Um den ganz schweren Brocken auf dem Weg nach Köln aus dem Weg zu gehen, benötigt die Mannschaft von Trainer Nicolaj Jacobsen eine gute Vorrundenplatzierung. "Rang drei sollte mindestens unser Ziel sein. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es ein wenig einfacher wird, wenn man die Vorrunde gut absolviert hat", erklärte Nationalspieler Groetzki.

Im Falle des Gruppensiegs würde sich das Team sogar direkt für das Viertelfinale qualifizieren. Momentan liegt der mazedonische Serienmeister Vardar Skopje ohne Minuspunkt an der Spitze. Das muss aber nichts heißen, denn in der Gruppe A scheint angesichts der großen Zahl an Klasseteams wie Veszprém, Kielce, Skopje, Meschkow Brest, Titelverteidiger Montpellier HB, FC Barcelona und eben den Löwen alles möglich.

"Ausschließlich Topspiele"

"Im Prinzip gibt es ausschließlich Topspiele. Nur gegen Kristianstad muss man eben zweimal gewinnen", meinte Groetzki. Nach dem Pflichtsieg gegen die Schweden stehen die Löwen am Samstag (18:10 Uhr/ARD) zunächst vor einer deutlich schwereren Aufgabe: Zur Bundesliga-Spitzenpartie kommt der THW Kiel nach Mannheim.

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