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Der Handball in Baden-Württemberg macht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine längere Spielpause. In Nordbaden sollen die Spiele bis Jahresende ausgesetzt werden.

Der Handballverband Württemberg (HVW) setzt den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung bis Ende November aus. Damit ziehe man die Konsequenz aus der "explodierenden Corona-Situation", heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Aussetzung erfolgt zunächst bis zum online durchgeführten Verbandstag am 28. November, bei dem alternative Konzepte zur Fortsetzung der Saison vorgestellt werden sollen. "Wir werden schnellstmöglich Alternativen entwickeln", kündigte HVW-Präsident Hans Artschwager an. Neben dem Meisterschaftsbetrieb werden auch Freundschaftsspiele und Turniere ausgesetzt.

In Nordbaden kein Handball bis Jahresende

Der Badische Handball-Verband (BHV) unterbricht seinen Erwachsenen- und Jugendspielbetrieb mit sofortiger Wirkung sogar bis einschließlich 31. Dezember 2020. In einer Mitteilung vom Dienstag heißt es, auch Freundschaftsspiele würden bis auf weiteres nicht genehmigt. Allerdings obliegt es den Vereinen in eigener Verantwortung, einen Trainingsbetrieb durchzuführen.

Kürzere Pause in Südbaden

Der Südbadische Handballverband teilte am Mittwoch mit, dass in seinem Gebiet die Spielrunde zunächst bis einschließlich 15. November ausgesetzt wird. In der Mitteilung richtete der Verband einen Appell an die Vereine: Handball gelte nicht als Treiber der Infektionen. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs solle zum 21./22. November erfolgen. Die Spielerinnen und Spieler werden dringend gebeten, den Trainingsbetrieb weiterzuführen.

Zuletzt viele Spielverlegungen

Am vergangenen Wochenende war im Bereich des BHV ein deutlicher Anstieg der Spielverlegungen verzeichnet worden. Von insgesamt 145 Spielen wurden 38 Prozent aufgrund von Corona verschoben. Noch schlechtere Zahlen meldete der Südbadische Handball-Verband. Hier mussten 45 Prozent der Spiele abgesagt werden, in Württemberg konnten sogar 72 Prozent aller angesetzten Spiele nicht stattfinden.

Betroffen von dieser neuen Regelung sind die Ligen ab der viertklassigen Oberliga. Die drei Profiligen, die unter dem Dach des Deutschen Handball-Bundes organisiert sind, sind nicht betroffen.

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