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Nach einer ziemlich durchwachsenen Gruppenphase geht es für die deutschen Handballer heute Abend in der EM weiter. Im ersten Spiel der Hauptrunde wartet heute Abend Weißrussland auf die DHB-Auswahl.

Nach dem Spiel gegen Lettland, bei dem ein Sieg bereits Pflicht war, hat die Partie gegen Weißrussland schon wieder Endspiel-Charakter für das Team um Trainer Christian Prokop. SWR1-Handballexperte Ben Matschke hat in den letzten Spielen eine gute Leistung gesehen, die aber nicht lange genug gehalten hat. Gegen Weißrussland muss sich das ändern:

Deutsches Team nicht auf gewohntem Leistungsniveau

Beobachter vermissen vor allem das Zusammenspiel innerhalb des Teams. "Gerade zwischen Torhüter und der Abwehr funktioniert das noch überhaupt nicht", sagt Ben Matschke. "Gegen Spanien waren 32 Gegentore einfach viel zu viel. Bei der Europameisterschaft, die wir beim letzten Mal gewonnen haben, konnten wir die Spanier unter 20 Toren halten." Zum einen müsse sich da die Kommunikation der Torhüter mit der Abwehr verbessern, wie auch die Leistung der Abwehr selbst, so der Trainer der Eulen Ludwigshafen.

Auch die Torhüter selbst sind noch nicht in der Form, die man von ihnen kennt. Andreas Wolff und Johannes Bitter halten beide nur ungefähr ein Viertel der Bälle. Gerade für Wolff, der eigentlich zur Weltelite gehört, ist das ziemlich schlecht.

Volle Konzentration auf das nächste Spiel

Bundestrainer Christian Prokop schaut sich die Berichterstattung über die Leistungen des DHB-Teams aktuell nicht an. Er möchte sich ausschließlich auf das nächste Spiel konzentrieren. "Ganz von der Kritik freimachen kann er sich natürlich nicht. Er ist da der Hauptverantwortliche, das ist so im Leistungssport", sagt Matschke. Gerade jetzt sei es deshalb besonders wichtig, dass sich das Team auch hinter den Trainer stellt und den Zusammenhalt zeigt, der sowohl auf, wie auch neben dem Platz für den Turnierverlauf entscheidend sein könnte.

Die Partie gegen Weißrussland startet heute Abend um 20:30 Uhr. Die ARD überträgt live.

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