Der SWR hat Handballer Martin Strobel im Krankenhaus besucht (Foto: SWR)

Handball | WM 2019 Martin Strobel spricht über sein abruptes WM-Aus

Der verletzte Handball-Nationalspieler Martin Strobel befindet sich im Krankenhaus. Dem Spielmacher von der HBW Balingen-Weilstetten (Zollernalbkreis) geht es den Umständen entsprechend gut. SWR-Sportredakteur Andreas Köstler hat ihn besucht.

Martin Strobel hat seine Knie-Operation gut überstanden. Die enorme Unterstützung von allen Seiten hilft dem schwer verletzten Handballer von der HBW Balingen-Weilstetten, sein abruptes WM-Aus zu verkraften.

"An sich geht es mir den Umständen entsprechend gut. Vielen Dank allen, die an mich gedacht haben und mir geschrieben haben", sagte Strobel dem SWR: "Ich habe die Operation gut überstanden. Es ist alles noch ein bisschen schmerzhaft, aber so ist das, wenn man sich schon lange im Handball befindet."

"Die Devise lautet: Es geht weiter"

"Schöne und traurige Momente hängen in unserem Sport oft eng zusammen. Das musste ich jetzt am eigenen Leib spüren", sagte Strobel weiter: "Es ist jetzt so, wie es ist. Die Devise lautet: Es geht weiter."

"Rehabilitation wird viel Zeit in Anspruch nehmen"

Der Spielmacher der DHB-Auswahl hatte sich beim 22:21-Sieg gegen Kroatien das Kreuzband im linken Knie gerissen und einen Knorpelschaden zugezogen. Die Operation sei gut verlaufen, teilte der behandelnde Kniespezialist Jörg Richter mit. "Da neben dem Kreuzband weitere Strukturen im Kniegelenk betroffen sind, wird die Rehabilitation etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen", sagte Richter in einer Mitteilung der Klinik für Sportorthopädie in Markgröningen.

Kirchheimer Tim Suton nachnominiert

Strobel, für den der 22-jährige Kirchheimer Tim Suton nachnominiert wurde, geht von einem Ausfall für sechs bis acht Monate aus. "Eine Verletzung zu diesem Zeitpunkt ist natürlich bitter, gehört aber in unserem Sport leider einfach dazu", sagte er: "Jetzt heißt es, sich Zeit für die Reha zu nehmen und die Ratschläge der Ärzte zu befolgen."

"Jungs, ihr packt das"

Gleichzeitig blickte er voraus: "Ich werde heute Abend (gegen Spanien, Anm. der Redaktion) und am Freitag meine Teamkollegen vor dem Fernseher unterstützen. Jungs, ihr packt das." Am Freitag spielt Deutschland im Halbfinale in Hamburg um den Einzug ins WM-Endspiel.

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