Sebastian Heymann von Frisch Auf Göppingen (Foto: Imago, wolf sportphoto)

Handball | Bundesliga Sebastian Heymann - der große Wurf

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Es könnte der größte Moment seiner noch jungen Karriere werden. Sebastian Heymann steht für das Länderspiel gegen die Schweiz (Samstag, 14 Uhr) im Nationalkader von Christian Prokop.

Schon einmal hatte ihn der Bundestrainer auf der Liste, Heymann stand vor kurzem im erweiterten Kader vor der Handball-Weltmeisterschaft 2019. Damals hat es noch nicht gereicht - jetzt ist das erste A-Länderspiel zum Greifen nah.

Eine turbulente Woche für Sebastian Heymann

Es wäre der krönende Abschluss einer turbulenten Woche für Heymann. Erst ein Lehrgang mit der U-21-Auswahl, direkt im Anschluss ging es bei der A-Nationalmannschaft weiter. Der Rückraumspieler von Frisch Auf Göppingen wäre einer von vier Debütanten.

Im Jugendbereich konnte Heymann schon einige Erfolge einheimsen. Die Bronzemedaille bei der Jugend-Europameisterschaft 2016, ein vierter Platz bei der WM der Junioren 2017. Und jetzt will der jüngste Spieler im Kader von DHB-Coach Prokop daran anknüpfen.

Leistungsträger auf der Königsposition bei Frisch Auf Göppingen

Gerade erst ist Heymann 21 Jahre alt geworden. In Göppingen ist er trotzdem schon jetzt Leistungsträger, stand in allen Ligapartien auf der Platte, traf 72 Mal von der Königsposition, dem linken Rückraum.

Das Auftreten erinnert ganz und gar nicht an einen 21-Jährigen. Er ist 1,98 Meter groß, ein Muskelpaket. Seine Physis: beeindruckend. Dafür schuftet Heymann. Sein Trainer Hartmut Mayerhoffer bescheinigt ihm viel Fleiß, aber auch Bodenständigkeit.

Der Großvater hat es schon immer gewusst

Der Opa sagte ihm schon früh, dass er mal ein ganz großer werden würde. Und Bundestrainer Prokop glaubt ebenfalls an das Talent und die Fähigkeiten Heymanns.

Die Berufung in den 28er-Kader vor der Weltmeisterschaft war für viele überraschend, auch für Heymann selbst. Dass er beim aktuellen Lehrgang dabei sein darf, ist hingegen die logische Konsequenz. "Wir haben diese jungen Spieler schon länger im Blick und freuen uns auf sie im Nationalteam", sagt Prokop über die vier "Neuzugänge" Christopher Rudeck, Timo Kastening, Johannes Golla und Heymann.

Ohne Erfolgsdruck sollen die Debütanten bei ihrer ersten Partie an die Nationalmannschaft herangeführt werden. Einige Stammspieler pausieren, um zu regenerieren. 

Ob Heymann auch bei den EM-Qualifikationsspielen im April dabei sein darf, wird sich nach dem Wochenende zeigen. Aber wenn schon der Bundestrainer sagt, dass "Sebastian Heymann die Zukunft gehlört", dann stehen die Chancen wahrscheinlich nicht schlecht. Und der Opa hat es ja sowieso schon immer gewusst.

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