Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim feiern den dritten Meistertitel der Vereinsgeschichte.  (Foto: imago images, IMAGO/Pressefoto Baumann)

Handball | Bundesliga Frauen

Bietigheimer Handballerinnen zum dritten Mal deutscher Meister

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Mit dem 33:21-Erfolg gegen den VfL Oldenburg haben sich die Bietigheimer Handballerinnen ihren dritten Meistertitel in der Handball Bundesliga gesichert. Für das Team von Markus Gaugisch war es wettbewerbsübergreifend der 47. Sieg in Folge.

Mit dieser beeindruckenden Serie hat sich die SG BBM Bietigheim in dieser Saison zum vorzeitigen Meister gekürt. Ohne einen einzigen Punktverlust und nach dem deutlichen 32:24-Erfolg beim Tabellenzweiten aus Dortmund hätte den Bietigheimerinnen sogar ein Unentschieden gegen Oldenburg gereicht. Doch in der ausverkauften Sporthalle am Viadukt ließ die SG den Gästen aus Norddeutschland nach leichten Startschwierigkeiten keine Chance und sicherte sich einen überlegenen 33:21-Erfolg.

"Das ist die Belohnung für wahnsinnig harte Arbeit", sagte Trainer Markus Gaugisch nach der Partie im Interview mit SWR Sport, während er von seinen Spielerinnen eine Sektdusche bekam.

SG BBM Bietigheim mit holprigem Start gegen Oldenburg

In der Anfangsphase der Partie tat sich die Übermannschaft der Saison zunächst allerdings überraschend schwer. Durch technische Fehler im Spielaufbau und Unkonzentriertheiten im Abschluss ließ man den Tabellenelften aus Oldenburg gut ins Spiel kommen. Die SG ging durch Treffer von Luisa Schulze und Kelly Dulfer zwar mit 2:1 in Führung, doch in der Folge wirkten die Oldenburgerinnen frischer, immer einen Schritt schneller. Nach der Zweiminutenstrafe gegen Kelly Dulfer und dem dritten Siebenmetertor der Oldenburgerinnen konnten die nach neun Minuten sogar mit 5:3 in Führung gehen. Die gegnerische Torfrau Julia Renner machte es den Bietigheimerinnen mit starken Paraden zusätzlich schwer. So konnten sich die abstiegsbedrohten Gäste eine 9:6-Führung erarbeiten. Das hatten sich die rund 700 Fans in der Halle natürlich anders vorgestellt.

Bietigheim übernimmt Ende der ersten Halbzeit die Spielkontrolle

Bietigheims Linksaußen Veronika Mala konnte den Rückstand dann mit drei Treffern in Folge allerdings auf 9:10 verkürzen. Nun gelangen den Bietigheimerinnen auch endlich einfache Gegenstoßtore nach Ballgewinnen in der Abwehr. So kippte das Spiel nach 20 Minuten und Bietigheim übernahm die Spielkontrolle. Xenia Smits nach 22 Minutem mit dem Tor zum 12:11. Es war die erste Führung seit dem 2:1. Diesen Vorsprung bauten die Bietigheimerinnen bis zur Halbzeitpause auf 17:13 aus.

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Bietigheim macht in der zweiten Halbzeit alles klar und wird zum dritten Mal Meister

Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeberinnen da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Durch schnelle Gegenstoßtore baute die SG ihre Führung nach wenigen Minuten auf 22:16 aus. Nun gelang es dem Team von Markus Gaugisch, der seit Kurzem neben seinem Engagement in Bietigheim auch Nationaltrainer der Frauen ist, dem Spiel der Gegnerinnen den eigenen Stempel aufzudrücken. Besonders Rechtsaußen Jenny Behrend zeigte gegen ihren Ex-Klub eine beeindruckende Leistung. Nach knapp 50 Minuten traf sie zum 28:19 für Bietigheim- es war ihr sechstes Tor in der Partie mit einer 100-prozentigen Wurfausbeute. Nach dem 34:20-Erfolg im Hinspiel boten die Bietigheimerinnen ihren Fans schlussendlich auch im Rückspiel eine überzeugende Leistung und feierten einen hochverdienten 33:21-Sieg. "Wir sind mega happy, dass wir es heute ganz offiziell machen konnten", sagte Kim Naidzinavicius, die schon 2017 und 2019 mit Bietigheim die Meisterschaft holte.

Mit dem 24. Erfolg im 24. Bundesligaspiel holen sich die Bietigheimerinnen mit der Deutschen Meisterschaft den ersten Titel der Saison. Auch in der European League und im DHB-Pokal Ende Mai (live im SWR Stream) ist die SG noch im Rennen.

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