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Der scheidende Eulen-Trainer Benjamin Matschke zeigt sich nach dem Abstieg aus der Handball-Bundesliga aufgeräumt. Beim Club aus Ludwigshafen steht nun ein großer Umbruch bevor.

"Kopf hoch!" "Ihr habt super gekämpft!" "Ihr hättet es verdient gehabt!" Nach dem Abstieg aus der Handball-Bundesliga bekommt der scheidende Eulen Trainer Benjamin Matschke dutzende Nachrichten. Richtig aufheitern können sie ihn aber nicht.

"Ich war ein Drittel meines Lebens in einem Eulendress. Sieben Jahre Spieler, sechs Jahre Trainer. Es war für mich immer mehr als nur ein Job. Es war jetzt auch mein Streben, dass ich diesen Club im besten Zustand hinterlasse, daher ist die Enttäuschung schon sehr groß", so Matschke. Kein Wunder, zu dramatisch war das letztlich entscheidende Spiel in Minden (24:24) verlaufen. Zu groß war der zwischenzeitliche Vorsprung der Eulen gewesen.

Wunder gibt es eben nicht am Fließband. Dieses Mal hat es nicht gereicht und so aufgeräumt der Trainer ist, so emotional war er noch kurz nach der Partie: "Wir hatten genug Möglichkeiten, dieses Spiel für uns zu entscheiden, haben es nicht geschafft, daher sind wir dann, wenn man es so sagen will, auch verdient abgestiegen."

Letztes Jahr die Rettung in letzter Sekunde

Anders als in den Jahren zuvor haben sie in der letzten Aktion kein Glück. Hendrik Wagners Wurf geblockt - das war's. Dieses Mal feiert der Gegner: Minden schafft den Klassenerhalt. Die Eulen am Boden, nicht belohnt für eine fulminante Aufholjagd in den vergangenen Wochen.

"Man darf einfach nicht vergessen, ich habe eine Mannschaft mit Studenten und Berufstätigen, hab nur drei Berufshandballer, davon ist einer 44 Jahre alt. Ich bin sehr stolz."

Umbruch steht bevor

Neben dem Trainer werden auch Spieler den Verein verlassen. Viel wird sich also verändern, viel wird umgebaut werden müssen und das in der 2. Liga, in einer finanziell angespannten Situation. "Klar, schmerzt das Sportlerherz. Aber wir wären auch nicht die Eulen, wenn wir uns davon nicht wieder erholen würden", so Lisa Heßler, die Geschäftsführerin des Vereins.

Am Tag nach dem Abstieg war es ruhig an der oft so stimmungsvollen Eberthalle: ein Innehalten nach vier Jahren Abenteuer Handball-Bundesliga.

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