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Die Eulen Ludwigshafen starten in die neue Saison der Handball-Bundesliga. Eine ganz besondere für die Pfälzer: Die letzte unter Trainer Benjamin Matschke. Und die Eulen haben Verletzungspech - sogar der Teammanager muss mitspielen.

Die Mission Klassenerhalt beginnt und die Vorzeichen bei den Eulen Ludwigshafen sind alles andere als optimal. Verletzungsprobleme plagen den Verein. Doch die Eulen haben schnelle Lösungen gefunden.

Vom Oberligatrainer zum Bundesligaspieler

Nach der Verletzung von Alexander Falk hilft kurzfristig Daniel Wernig auf der Rechtsaußenposition aus. Eigentlich ist Wernig inzwischen Trainer beim Oberligisten TSG Münster. Als "Freundschaftsdienst" bezeichnet Wernig seinen Einsatz für die Eulen, der so lange gehen soll, bis Falk wieder fit ist. Trainer Benjamin Matschke ist froh über die Unterstützung für Pascal Durak, den einzig verbliebenen Spieler auf der Position: "Daniel bringt Entlastung für Pascal. Er hat Routine, kennt seine Rolle und macht sich keinen Kopf." Seinen ersten Einsatz für die Eulen hatte Wernig in einem Testspiel bereits.

Auch der Teammanager wieder auf der Platte

Insgesamt fehlten den Eulen zuletzt sieben Spieler verletzt. Im Testspiel gegen Zweitligist Bietigheim schnürte deshalb sogar Teammanager Philipp Grimm wieder die Schuhe, steht dank eines verwandelten Siebenmeters sogar auf der Torschützenliste. 2017 beendete Grimm seine Karriere bei den Eulen nach zehn Jahren, jetzt könnte er vermutlich auch gegen Leipzig mit auf der Bank sitzen, da beide etatmäßige Linksaußen fehlen.

Letzte Tests lassen hoffen

Trotz der Verletztenmisere lassen die Auftritte der Eulen in den letzten Testspielen hoffen. Gegen Ligakonkurrent Göppingen gab es einen Sieg, auch Zweitligist Bietigheim wurde geschlagen. Beim Besuch des TVB Stuttgart in Ludwigshafen hatten die Eulen allerdings das Nachsehen. Gegen Bietigheim wurde auch das Zuschauerkonzept getestet: "Sowohl sportlich, aber auch was das Außenherum angeht, sind wir zufrieden", so Geschäftsführerin Lisa Heßler. Finanziell rechnet Heßler trotzdem mit großen Einschnitten im Etat.

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Die letzte Saison unter Benjamin Matschke

Die Eulen sind also bereit, trotz aller Sorgen. Am Donnerstag gibt es den Auftakt in Leipzig, bevor nächste Woche die Rhein-Neckar Löwen zu Gast in der Ludwigshafener Eberthalle sind. Zum letzten Mal startet die Saison mit Coach Benjamin Matschke, der in der kommenden Spielzeit den Ligakonkurrenten HSG Wetzlar trainieren wird. Und zum Abschied will Matschke natürlich das dritte "Handballwunder" in Folge schaffen: Den erneuten Klassenerhalt.

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