Eulen Ludwigshafen Trainer Ceven Klatt (Ludwigshafen) in der Auszeit (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Marco Wolf | Marco Wolf)

Handball | Eulen Ludwigshafen

Trainer Ceven Klatt will mit den Eulen Ludwigshafen zurück in die Bundesliga

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Ceven Klatt tritt als Nachfolger von Ben Matschke in große Fußstapfen bei Bundesliga-Absteiger Eulen Ludwigshafen. Beim Saisonauftakt gegen den TV Hüttenberg waren die Eulen allerdings noch nicht wach.

Die Erwartungen an Ceven Klatt waren und sind groß. Der neue Trainer der Eulen Ludwigshafen übernahm das Amt schließlich von einem Mann, der bei den Eulen Spuren hinterlassen hat. Unter Ben Matschke haben die Handball-Underdogs regelmäßig für kleinere und größere Sensationen gesorgt. Aufstieg und Last-Minute- Klassenerhalt gleich mehrfach. "Die großen Fußabdrücke von Ben Matschke motivieren mich eher und ich werde alles dafür tun, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden", sagt Ceven Klatt.

Ungewohnter Rollenwechsel vom Jäger zum Gejagten

Zum Auftakt am vergangenen Wochenende gegen den TV Hüttenberg waren die Eulen allerdings noch ein gutes Stück von ihrer Bestform entfernt. Die Hoffnung, vor 1.500 Zuschauer in der Ebert-Halle endlich mal wieder das typische Heimspiel-Feeling entfachen zu können, erfüllte sich bei der 21:26-Niederlage nicht. Die Rolle des Gejagten ist für den Bundesliga-Absteiger Neuland. Der verpatzte Auftakt ist ein herber Dämpfer für die Mannschaft und den neuen Trainer, der mit viel Vorschusslorbeer bedacht wurde.

Gute Kommunikation mit der Mannschaft

Schon im Januar war klar, dass Ceven Klatt der Nachfolger von Ben Matschke werden würde, der ja seinen Wechsel nach Wetzlar früh kommuniziert hatte. In der Vorbereitung auf die neue Saison konnte Klatt schnell einen Zugang zur Mannschaft finden. Die Attribute, die ihm von den Spielern zugeschrieben werden, reichen von "zielstrebig" bis hin zu "offen und kommunikativ". Parallelen zu Ben Matschke sind unübersehbar. Mannschaftsbetreuer Günter Thomas beschreibt den Stil so: "Er spricht viel mit den Spielern, und er ist menschlich sehr gut."

Nächster Karriereschritt bei den Eulen

Zweitliga-Erfahrung hat Ceven Klatt bereits bei den Wölfen aus Rimpar gesammelt. In der Saison 2019/20 führte er den Klub auf Platz sieben und zeigte, dass er mit kleinem Budget soliden sportlichen Erfolg erarbeiten kann. Danach stieg er nach rund eineinhalb Jahren vorzeitig aus dem Vertrag aus, als das Angebot aus Ludwigshafen kam. In Rimpar wollte man ihm beim nächsten Karriereschritt keine Steine in den Weg legen. Die Hoffnung, vielleicht zu einem Erstligisten zu wechseln, erfüllte sich durch den Abstieg der Eulen aber nicht. Jetzt muss Klatt eben selbst die Rückkehr in die Bundesliga organisieren. Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler ist überzeugt, dass sie mit ihrem Wunschkandidaten den richtigen Trainer gefunden hat: "Er ist sehr strukturiert, hat einen klaren Plan, den er auch kommuniziert. Und er setzt auch neue Impulse", sagt Heßler.

Bundesliga-Rückkehr kein Selbstläufer

Die Zuversicht nach dem Neustart ohne Matschke und als Zweitligist ist auch nach der Auftaktniederlage groß. "Wir schauen nach vorne, mit einem neuen Trainer und einer neuen Aufgabe. Die letzte Saison ist abgehakt", so die Devise von Rückraumspieler Gunnar Dietrich, der sich mental voll auf die zweite Liga und das Ziel Wiederaufstieg eingestellt hat. Davor liegt aber noch ein gutes Stück Arbeit vor Ceven Klatt und der Mannschaft. Doch die Erkenntnis, dass Wunder nicht einfach vom Himmel fallen und die Rückkehr in die Bundesliga kein Selbstläufer ist, die ist gerade in Ludwigshafen sicher nicht neu. Es dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis die Eulen hellwach sein werden.

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