Spielmacher Michael "Mimi" Kraus war bei seinem Heim-Debüt für die SG BBM Bietigheim gegen die Eulen Ludwigshafen nicht zu stoppen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Dennis Dürr)

Handball | Bundesliga Mimi Kraus rupft die Eulen Ludwigshafen bei seinem Heimdebüt für Bietigheim

Mit seinen zehn Toren hat Spielmacher Mimi Kraus die Handballer der SG BBM Bietigheim fast im Alleingang zum Sieg gegen die Eulen Ludwigshafen geführt.

Für Michael Kraus war es "ein perfekter Tag". Der Rückraumspieler hat bei seinem Heim-Debüt für die SG BBM Bietigheim zehn Tore geworfen und damit die Eulen Friedrichshafen beim deutlichen 27:18-Sieg quasi im Alleingang besiegt. "Die Stimmung war sensationell. Die Emotionen, die wir von Anfang an ins Spiel brachten, haben uns zum Sieg gepeitscht. Es waren zwei immens wichtige Punkte."

Neues Leben im Abstiegskampf

Kraus hat seinem neuen Team jedoch nicht nur zwei wichtige Punkte beschert. Der Weltmeister von 2007 hat den abstiegsbedrohten Schwaben neue Hoffnung im Abstiegskampf eingeflößt: "Der Push war enorm. Man muss ja sagen, er ist so ein positiver Typ; und der hilft jeder Mannschaft weiter", sagte Bietigheim-Keeper Domenico Ebner. "Mimi war on Fire heute", lobte Trainer Hannes Jon Jonsson.

Nach dem Erfolg gegen den Mitkonkurrenten vom Rhein konnte Bietigheim den letzten Tabellenplatz verlassen und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den VfL Gummersbach auf Platz 16. Und Kraus freute sich, seiner neuen Mannschaft sofort helfen zu können: "Man sieht, wie die Jungs plötzlich leben. Als ich hier ankam, waren alle sehr ruhig. So langsam wird sich hier geneckt und ist gute Stimmung in der Kabine. Das ist im Kampf um den Klassenerhalt immens wichtig. Es werden auch wieder Niederlagen kommen, aber man muss immer an sich glauben."

Die Eulen zittern um den Klassenerhalt

Eulen-Trainer Benjamin Matschke steht nach den verpassten Big Points hingegen vor einem Scherbenhaufen: "Da muss man sich schon bei allen entschuldigen, die im roten Trikot bei schönem Sonntagswetter hierher gefahren sind. Wir waren in allen Belangen unterlegen: Torhüter, Angriff, Abwehr. Das ist sehr frustrierend und sehr ärgerlich", resümierte der Trainer des Tabellenletzten. Auch Linksaußen Jonathan Scholz haderte mit seinen Eulen: "Wir machen zu viele einfache Fehler. Das ist auch ein bisschen peinlich."

Ludwigshafen hat nun vier Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. Bei zwölf ausstehenden Spielen ist das theoretischn aufholbar, allerdings treffen die Eulen nur noch zweimal auf Mannschaften aus dem unteren Tabellen-Drittel.

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