Benjamin Matschke, Trainer der Eulen Ludwigshafen (Foto: Imago, Eibner)

Handball | Bundesliga Benjamin Matschke verlängert bei den Eulen Ludwigshafen

Der Handball-Bundesligist aus Ludwigshafen-Friesenheim setzt auf Konstanz. Trainer Benjamin Matschke bleibt den Eulen in einer besonderen Konstellation erhalten - es gibt keine feste Vertragslaufzeit.

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Matschke zeigte sich erfreut über die Vertragsverlängerung. Im Fokus steht für ihn die Weiterentwicklung des Teams. Und damit ist er hochzufrieden: "Die Mannschaft ist so konkurrenzfähig wie noch nie unter meine Regie" sagte Matschke nach der Verlängerung.

Eine feste Vertragslaufzeit gibt es nicht. Vielmehr wollten Verein und Trainer ein vertrauensvolles Verhältnis und die Selbstbestimmtheit haben, sich regelmäßig austauschen und entscheiden was jeweils aktuell das Beste für die Eulen ist. Eine Konstellation, die im Profisport eine absolute Ausnahme ist.

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Vertrag gilt unabhängig von der Liga

Der Klub bringt dem Trainer das Vertrauen entgegen, den Kontrakt unabhängig von der Ligazugehörigkeit zu verlängern. "Er erfüllt alle Anforderungen unseres Trainerprofils, identifiziert sich maximal mit dem Klub und ist Triebfeder für jeden Spieler", sagte Geschäftsführerin Lisa Heßler laut Presseerklärung der Eulen

Die Kombination Eulen und Benjamin Matschke - eine lange Erfolgsgeschichte. Der Klassenerhalt im Juni ist jetzt schon legendär. Vor 12 Jahren wechselte der gebürtige Heilbronner als Spieler vom SVK Salamander Stuttgart in die Pfalz, stieg mit den Ludwigshafenern 2010 erstmals in die Bundesliga auf. 2012 - Matschke war Kapitän - musste der damals 30-Jährige seine Karriere beenden.

Aus Spieler Matschke wird Trainer Matschke

Für seine erste Trainerstation blieb Matschke in der Pfalz. Es ging 2013 zum Drittligisten TV Hochdorf. Nach zwei Jahren folgte 2015 die Rückkehr nach zu den Handballern nach Friesenheim, die erneut aus der Bundesliga abgestiegen waren. Im seinem ersten Jahr als Cheftrainer in Ludwigshafen verpasste er den direkten Wiederaufstieg als Tabellenvierter nur knapp. Ein Jahr darauf gelang den Eulen mit einem dritten Platz der erneute Sprung in die Eliteklasse.

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Der "Wundermacher"

In einem Herzschlagfinale konnte das Team am letzten Spieltag der Saison 2017/18 mit einem Punkt Vorsprung zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Klassenerhalt feiern.

Ein Kunststück, dass in diesem Jahr mit einer noch höheren Dramatik wiederholt werden konnte. Unvergessen, das Wunder von Ludwigshafen 2.0, als Jonas Scholz 28 Sekunden vor Schluss zum 31:30 gegen Minden traf und die Eulen punktgleich mit den Absteigern Gummersbach und Bietigheim erstklassig blieben. Wegen der um einen Treffer besseren Tordifferenz.

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Wieder eine enge Saison

Und auch in der aktuellen Saison dürfte es wieder spannend bis zum Schluss bleiben. Das Team von Matschke steht aktuell auf Abstiegsplatz 17. Aber in Ludwigshafen wissen sie ja wie es funktioniert mit dem Last-Minute-Nichtabstieg.

Erfolge Benjamin Matschke

2010: Meister in der 2. Bundesliga Süd, Erstligaaufstieg als Spieler

2017: 3. Platz in der 2. Bundesliga, Erstligaaufstieg als Trainer

2018: 16. Platz in der Handball-Bundesliga, erstmaliger Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse

2019: 16. Platz in der Handball-Bundesliga, erneuter Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse

REDAKTION
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