Jubel bei den Eulen Ludwigshafen (Foto: Imago, Kader Caliskan)

Handball | Bundesliga Das vorerst letzte Bundesligaspiel der Eulen Ludwigshafen - oder doch noch nicht?

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Die Eulen Ludwigshafen haben am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga die Chance, den Klassenerhalt zu schaffen. Voraussetzungen dafür: Ein Sieg gegen Minden und die Mitkonkurrenten Bietigheim und Gummersbach müssten im direkten Duell unentschieden spielen.

Dass sie diese Chance noch einmal bekommen würden, damit hätten die wenigsten gerechnet. Die Eulen Ludwigshafen waren eigentlich schon weg. Jetzt sind sie wieder da. "Bis auf die Nasenspitze war alles weg von uns und zumindest sieht man den Hals jetzt wieder", so beschreibt der Coach der Eulen, Benjamin Matschke, die Situation seiner Mannschaft.

Nach dem Unentschieden gegen den TVB Stuttgart am 31. Spieltag war die Ausgangssituation für die verbliebenen drei Spiele klar: Drei Siege sind ein Muss, Bietigheim und Gummersbach dürfen zweimal nicht punkten - und müssen am letzten Spieltag unentschieden spielen. Bis zu diesem Punkt in der Saison konnten die Eulen in 31 Partien nur zwei Siege feiern. Die letzten Gegner, der Bergische HC, die Rhein-Neckar Löwen und GWD Minden, waren auf dem Papier alle überlegen. Eigentlich musste der Klassenerhalt abgehakt werden…eigentlich!

Zwei Siege in zwei Spielen - so viele wie in der kompletten Saison bisher

Die Eulen Ludwigshafen schlugen den BHC zu Hause mit 23:22. Was dann folgte, war ein Highlight, wie man es in Ludwigshafen lange nicht vergessen wird: Die großen Rhein-Neckar Löwen, der zweimalige deutsche Meister, wurde in seiner eigenen Halle geschlagen. Einen 29:26-Sieg feierten die Eulen und auf einmal war er wieder möglich, der Klassenerhalt. Am kommenden Sonntag geht’s gegen GWD Minden um alles.

"Ach, wir machen eigentlich nichts Besonderes", antwortet Trainer Matschke auf die Frage, wie er die Mannschaft auf das entscheidende Spiel einstellen wird. Die letzte Trainingswoche der Saison ist gut gefüllt. Die Vorbereitung auf die Mannschaft aus Minden läuft.Teil davon sind auch viele Videoanalysen mit kleinen Sequenzen des Gegners. Und dann sind da noch die Dinge, die in einer Handballmannschaft am Saisonende so anfallen: "Dann haben wir noch ein paar Abschieds-'Kabinenfeste' von den Jungs, die dann nächstes Jahr nicht mehr bei uns sind, so dass wir zum Abschluss nochmal eine schöne Woche haben - mit einem Highlight hoffentlich dann am Sonntag."

Sie haben es schon einmal getan

Einen Showdown in letzter Minute - den kennen die Eulen schon. In der Vorsaison lief der 34. Spieltag genau so, wie sie es sich gewünscht hatten. Ludwigshafen schlug Erlangen, gleichzeitig verlor Konkurrent TuS N.-Lübbecke in Lemgo. Und zum ersten Mal überhaupt gelang der Mannschaft von Benjamin Matschke der Klassenerhalt in Liga eins.

Vom erneuten Klassenerhalt wollen sie jetzt nicht wirklich sprechen. Erst einmal das eigene Spiel gewinnen, dann zur Partie der Konkurrenten schauen. Die Ausgangssituation, gut ist sie immer noch nicht. Aber, dass es diese Chance überhaupt noch gibt, ist schon fast ein kleines Handballwunder. Und wer weiß - vielleicht erleben die Eulen am Sonntag ihr großes Handballwunder. Zum zweiten Mal.

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