Rückraum-Spieler Vladan Lipovina war mit vier Toren maßgbelich am Punktgewinn gegen den TVB Stuttgart beteiligt (Archiv) (Foto: Imago, imago images/Noah Wedel)

Handball | Bundesliga Krimi zwischen TVB und Balingen-Weilstetten - Löwen krönen Aufholjagd gegen Kiel

Balingen-Weilstetten und der TVB Stuttgart trennen sich unentschieden. Die Rhein-Neckar Löwen haben sich gegen THW Kiel die Minimal-Chance im Titel-Rennen bewahrt.

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Jubel bei Balingen-Weilstetten, Enttäuschung beim TVB Stuttgart. Dabei hat das 25:25 im Schwaben-Derby beiden Teams einen Punkt beschert. Der entscheidende Unterschied: Der TVB Stuttgart hatte das Spiel über 50 Minuten dominiert und den Sieg erst in der Schlussphase verspielt. Das Team von Trainer Jürgen Schweikardt erspielte sich früh eine Drei-Tore-Führung. Zwar konnte Vladan Lipovina nach etwa 20 Minuten für die Hausherren ausgleichen und kurzzeitig sogar in Führung gehen. Doch schon zur Pause musste Balingen wieder einem Rückstand hinterherlaufen (13:15).

Mike Jensen lässt Stuttgart verzweifeln

Stuttgart dominierte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Lediglich der gut aufgelegte HBW-Torwart Mike Jensen hielt Balingen-Weilstetten in dieser Phase im Spiel. In der Schlussphase agierte Stuttgart jedoch immer fahriger. Allein fünf technische Fehler in den letzten zehn Minuten sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Balingen nutzte die Schwächephase des TVB und kämpfte sich Tor für Tor heran. Als Adam Lönn wenige Sekunden vor Schluss wegen einer groben Unsportlichkeit die Rote Karte sah, nutzte Gregor Thomann den anschließenden Siebenmeter zum 25:25-Endstand.

Aufsteiger Balingen steht mit 8:14 Punkten auf Platz 14 der Handball-Bundesliga und hat fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Der TVB Stuttgart steht mit 6:16 Punkten auf Platz 15.

Löwen drehen das Spiel gegen Kiel

Löwen-Kapitän Andy Schmid im Zweikampf mit Hendrik Pekeler vom THW Kiel (Foto: Imago, imago images/wolf-sportfoto)
Löwen-Kapitän Andy Schmid (hier im Zweikampf mit Hendrik Pekeler) hat fünf Tore zum Sieg gegen den THW Kiel beigesteuert Imago imago images/wolf-sportfoto

Die Rhein-Neckar Löwen haben dank einer fulminanten Aufholjagd ihrer Meisterschaftschance gewahrt und die Siegesserie des THW Kiel beendet. Im Topspiel der Handball-Bundesliga drehten die Mannheimer am Donnerstagabend einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand gegen den Rekordmeister noch in einen 26:25 (10:13)-Erfolg um. "Das ist ein Riesengefühl", sagte der im zweiten Durchgang überragende Löwen-Keeper Mikael Appelgren. Die Kieler bleiben trotz der ersten Niederlage nach zuvor sechs Siegen nacheinander Tabellenzweiter, die Löwen verbesserten sich vorerst auf den fünften Rang.

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Gensheimer dominiert erneut

Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer war mit acht Treffern bester Werfer der Gastgeber, die nach 20 Minuten bereits mit 6:13 hinten gelegen hatten. Gegen Ende des ersten Durchgangs wachte die Mannschaft von Trainer Kristjan Andresson auf. Der THW ließ sich offenbar auch von der hitzigen Atmosphäre in der mit 13.200 Zuschauern ausverkauften SAP Arena beeindrucken. "Die Stimmung war der Wahnsinn", sagte Löwen-Rechtsaußen Patrick Groetzki. "Es wäre schön, wenn wir bei jedem Heimspiel so eine Atmosphäre hätten." Getragen von den Zuschauern holten die Löwen ihren ersten Sieg nach zuvor drei sieglosen Spielen in Serie.

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