Spielszene SG BBM Bietigheim - Ferencvaros Budapest (Foto: IMAGO, IMAGO / Pressefoto Baumann)

Handball | Champions League

SG BBM dominiert gegen Budapest

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AUTOR/IN
Martin Bromber

Mit einer herausragenden Leistung gelingt den Handballerinnen der SG BBM der 58. Pflichtspielerfolg in Serie. Gegen Budapest erspielen sich die Bietigheimerinnen einen deutlichen Sieg mit 20 Toren Vorsprung.

Nach der überzeugenden Leistung aus der Vorwoche beim tschechischen Meister Banik Most (46:23) empfingen die Bietigheimerinnen um Trainer Markus Gaugisch die ungarischen Vertreterinnen von Ferencvárosi Torna Club Budapest zum Top-Duell in der EHF Champions League. Die ersatzgeschwächten Gäste aus Ungarn mussten unter anderem auf ihre Stammtorhüterin Blanka Bíró verzichten.

In der intensiven Anfangsphase konnte ihre Vertretung, Kinga Janurik, durch eine gute Parade in der 3. Minute auf sich aufmerksam machen. Im Gegenzug tat es ihr auf Bietigheimer Seite Keeperin Melinda Szikora beim Stand von 1:1 gleich. Den Schnellangriff verwandelte Karolina Kudłacz-Gloc zur ersten Führung für die SG BBM (2:1, 4. Minute). Die Hausherrinnen waren in der Defensive sehr aufmerksam und stellten die Gäste immer wieder vor große Herausforderungen im Positionsspiel. Beim Stand von 5:3 holte Kelly Dulfer einen Siebenmeter heraus. Die eingewechselte Julai Maidhof verwandelte zum zwischenzeitlichen 6:3. Ferencvaros Trainer Gabor Elek nahm seine erste Auszeit - zunächst ohne Erfolg, denn auch bei den Schnellangriffen war sein Team nicht konsequent genug. Eine zweifelhafte Zwei-Minuten-Strafe und der resultierende Siebenmeter gegen Budapests Beatrice Etrige führte zum zweiten Treffer von Maidhof (7:3).

Bietigheimer Torhüterin Szikora überragt

Durch die nach wie vor herausragende Abwehrleistung und einige Paraden von Szikora, die im ersten Durchgang jeden zweiten Wurf parierte, konnten die Bietigheimerinnen immer wieder schnell vor das Tor der Gäste kommen und ihre Führung weiter auf 11:5 ausbauen. Trotz der komfortablen Führung sah sich Bietigheims Trainer Gaugisch nach ein paar Nachlässigkeiten in der Defensive gezwungen, ebenfalls eine Auszeit zu nehmen. Sein Team war anschließend sowohl vor dem eigenen als auch vor dem gegnerischen Tor noch konzentrierter und scheinbar mit der deutlich schnelleren Beinarbeit ausgestattet als die Gegnerinnen. Deren Trainer nahm beim Stand von 16:7 aus Bietigheimer Sicht seine nächste Auszeit, er konnte mit der Leistung seiner Mannschaft auch absolut nicht zufrieden sein. Darüber hinaus machten sich die Gäste mit weiteren Zeitstrafen selbst das Leben schwer. So ging es für die Bietigheimerinnen mit einer 18:9-Führung in die Halbzeitpause.

Bietigheim spielt sich in einen Rausch

Zu Beginn des zweiten Durchgangs machten die Bietigheimerinnen da weiter, wo sie vor der Halbzeitpause aufgehört hatten: kompakte Defensive und eine schnelle, durchschlagskräftige Offensive. Einer der wenigen Angriffsaktionen ging von Nationalspielerin Emily Bölk aus. Sie konnte den Rückstand auf neun Tore verkürzen. Doch nach weiteren herausragenden Paraden von Sikora, die mittlerweile auch Abpraller in Bruchteilen von Sekunden hielt, konnte Kudłacz-Gloc mit ihrem Treffer zum 20:10 die größte Führung der Bietigheimerinnen bis zu diesem Zeitpunkt erzielen.

Nun schienen die Gäste aus Budapest auch mental gebrochen zu sein. Die Anstrengungen in der Verteidigung wurden spürbar weniger - wenig später traf Kelly Dulfer mit einem spektakulären Kempa zum 29:14. Wer jetzt dachte, dass die Bietigheimerinnen spätestens jetzt ein bisschen Kräftemanagment betreiben würden, hatte sich getäuscht. Unermüdlich brachten sie den Ball weiter auf das Tor der Gäste und jagten das Spielgerät ein ums andere Mal in die Maschen. Es gelang einfach alles. Kudłacz-Gloc erzielte sogar zwei Treffer mit ihrer "schwachen", linken Hand. Da stand es bereits 33:14.

Die 40-Tore-Marke fällt

Zwischendurch gab es für die SG BBM trotzdem noch einen kurzen Schockmoment. Torhüterin Szikora musste, nach einer weiteren Parade am Finger behandelt werden und wurde kurzfristig durch Gabriela Moreschi ersetzt, konnte aber anschließend weiterspielen. Doch das Tat dem Spielfluss der Bietigheimerinnen keinen Abbruch. Wie im Rausch erzielten die Gastgebrinnen Treffer um Treffer und knackten in der letzten Spielminute sogar noch die 40-Tore-Marke. Das Besondere der Partie: alle Bietigheimerinnen, außer der nur in der Defensive eingesetzten Jenny Behrend, erzielten mindestens ein Tor. Die meisten Treffer beim abschließenden 40:20 erzielte Julia Maidhof, sie allein kam auf neun Tore. Am kommenden Sonntag geht es für die SG BBM mit zwei Siegen im Gepäck nach Rumänien, zum Duell mit CSM BUCURESTI.

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Martin Bromber

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