Handball-Nationalspielerin Meike Schmelzer hofft noch auf das Halbfinale der Frauen-EM (Foto: SWR, imago/VI Images)

Handball | Frauen-EM Meike Schmelzer hofft noch auf das Halbfinale

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Deutschland braucht die Unterstützung von Rumänien, um noch ins Halbfinale der Frauen-EM in Frankreich einziehen zu können. Doch Nationalspielerin Meike Schmelzer ist optimistisch.

Die Pflicht ist längst erfüllt, jetzt kann sogar die Kür folgen. In der Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft konnte das deutsche Team gegen Spanien gewinnen, musste anschließend gegen Ungarn aber eine knappe 25:26-Niederlage einstecken. Im abschließenden Aufeinandertreffen mit den Niederlanden braucht die Mannschaft von Henk Groener einen Sieg um ins Halbfinale einzuziehen – und außerdem muss Rumänien in der Partie gegen Ungarn mindestens einen Punkt mitnehmen.

Sie haben es nicht mehr in der eigenen Hand, und trotzdem ist die Stimmung positiv, sagt Nationalspielerin Meike Schmelzer. Die 25-Jährige stammt aus Ingelheim, spielte für die Handballerinnen von Mainz 05 und läuft inzwischen für den deutschen Meister Thüringer HC auf.

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Sendedatum
Sendezeit
19:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Die Gemütslage nach der Niederlage gegen Ungarn und auch am Tag danach sei natürlich ein bisschen betrübt gewesen, aber das läge jetzt in der Vergangenheit. "Beim Sieg gegen Spanien hat man gesehen: Wir spielen befreit auf", sagt Schmelzer. Mit 29:23 konnten sich die Frauen deutlich gegen den Elften der vergangenen Europameisterschaft durchsetzen.

Der Sieg ist möglich

Am Mittwochabend will die deutsche Mannschaft ab 21:00 Uhr auch gegen die favorisierten Niederländerinnen unbedingt gewinnen. Und die Kreisläuferin aus Rheinhessen ist nach den guten Leistungen ihrer Mannschaft überzeugt davon, das Spiel für sich entscheiden zu können.

Das Potenzial sei da. Wichtig gegen die Niederlande: Eine starke Abwehr mit guten Torhüterinnen, um ins Tempospiel zu kommen. So könne man den Gegnerinnen das Leben schwer machen.

Ohne Druck in die Partie – ein absoluter Vorteil

Druck verspürt Schmelzer vor der entscheidenden Partie heute Abend gar nicht. Das gesetzte Ziel, der Einzug in die Hauptrunde, wurde erreicht. Alles andere kommt on top.

Das DHB-Team ist eine junge Mannschaft, die sich zusammenfinden und Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln muss. Deswegen sei es sehr gut, dass man die Chance bekam, gegen drei weitere starke Mannschaften zu spielen.

Der mögliche Einzug ins Halbfinale

Träumen, sagt Schmelzer, das darf man. Die Gedanken "was wäre wenn" - natürlich kommen sie auf. Die Ausgangssituation ist nicht optimal, aber der Einzug ins Halbfinale ist möglich.

Mit dem Spiel der Rumäninnen, die am Abend vor den Deutschen spielen, könnten sie sich nicht beschäftigen, dazu sei kein Platz im Kopf. Aber man ist angewiesen auf mindestens einen Punkt der Kontrahentinnen. Sonst ist der Traum ausgeträumt.

Meike Schmelzer – angekommen in der Nationalmannschaft

Ganz persönlich ist die Nummer Sieben der Nationalmannschaft ist bisher glücklich mit den Einsatzzeiten und ihrer Leistung. Zum ersten Mal habe sie das Gefühl, so richtig dabei zu sein und der Mannschaft helfen zu können. Für Schmelzer ist es "eine super Erfahrung" ein größerer Faktor in der Mannschaft zu sein. Da das Spiel über den Kreis – und damit auch über sie - forciert wurde, durfte Meike Schmelzer sich schon des Öfteren in die Torschützenliste eintragen. Und wenn es nach ihr ginge, dann könnte das heute Abend ganz sicher noch so weitergehen.

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