Spielertrikots für Kinderlächeln - TVB Ausstellung (Foto: SWR)

Handball | Ausstellung in Winnenden Die besondere Handball-Welt in Winnenden

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Pünktlich zur Handball-WM gibt es in Winnenden eine Ausstellung rund um den TVB Stuttgart und die Nationalmannschaft. Im Museum des Vereins "Spielertrikots für Kinderlachen".

"Spielertrikots für ein Kinderlachen e.V."

Davide Matozzo steht vor einer Vitrine im Museum und schaut fast schon liebevoll auf die gesammelten Schätze, strahlt: "Die Originaltrophäen liegen hier in Winnenden! Da bin ich unheimlich stolz drauf". Matozzo ist der Begründer des Vereins "Spielertrikots für Kinderlachen". Auch das gleichnamige Museum im Zentrum von Winnenden hat er initiiert. Wo vorher schon Ausstellungen anlässlich der Fußball-WM und des 125-jährigen VfB Stuttgart-Jubiläums stattgefunden haben, steht jetzt der Handball im Fokus. Die Eintrittsgelder werden zu 100% für kranke oder behinderte Kinder von sozialschwachen Familien gespendet. Dazu wird der Verein von lokalen Firmen unterstützt, die beispielsweise die Miete des Museums übernehmen. Ausserdem gibt es viele prominente Fußballer, die Trikots spenden, die dann für den guten Zweck versteigert werden. VfB-Co-Trainer Andreas Hinkel und die deutsche Nationaltorhüterin Laura Benkarth engagieren sich als Schirmherren. Seit März 2018 sind so 13.000 Euro direkt in die Hilfe geflossen. All das initiiert hat Davide Matozzo.

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"Von Bittenfeld in die Welt" - Viele Schätze für den guten Zweck

In Kooperation mit dem TVB Stuttgart ist jetzt die Ausstellung "Von Bittenfeld in die Welt" entstanden, die noch bis zum 14. Februar zu sehen ist. Die Zahl der Handball-Schätze ist groß. Ein ganzer Raum gehört dem TVB. Trikots besonderer Spiele, wie das vom Bundesliga-Aufstieg in der Saison 2014/15, ein nachempfundenes Handball-Tor, dazu Zeitungsartikel oder das Plakat vom historischen ersten Spiel des damaligen Zweitligisten in der großen Porsche Arena. Kurzum, der schöne Gewölbekeller ist derzeit Heimat für viele stolze Erinnerungen eines stolzen Vereins. Auch wenn die Augen von TVB-Trainer Jürgen Schweikardt beim Blick in den Raum glänzen, erinnert er an das Wesentliche der Ausstellung: "Das ist alles für den guten Zweck, das wird alles ehrenamtlich gemacht! Und am Ende werden damit benachteiligte Kinder unterstützt", sagt Schweikardt, dessen Augen dann noch ein bisschen mehr strahlen. "Das wir ein so großer Teil davon sein dürfen, macht uns natürlich sehr stolz".

Großer Handball im kleinen Winnenden

Auch der Deutsche Handball-Bund hat seine Trophäenkammer für die Ausstellung geöffnet. Alles ist im Original ausgestellt: der Pokal vom EM- Triumph 2016, genauso wie der von 2004. Auf der goldenen, runden Platte von 2004 sind sogar noch die Abdrücke der Bierflaschen der Europameisterparty zu sehen. Hinter Glas, versteht sich. Eine andere Vitrine gehört den Weltmeistern von 2007. TVB-Torhüter Jogi Bitter hat zwischen den Jahren zu Hause gesucht und gefunden: "Das waren schon schöne zwei Stunden, mal wieder in der Vergangenheit zu wühlen", sagt der Weltmeister von damals, schaut auf sein rotes original Finaltrikot mitsamt der Schuhe und wirkt ganz kurz abwesend, in Gedanken zurück im Jahr 2007. Aber wenn er sich umdreht, sich im Raum umschaut, rüber zum Originaltrikot des inzwischen verstorbenen WM-Helden von 1978, Erhard Wunderlich, und zu den unzähligen Erinnerungsstücken, dann ist auch Bitter ganz einfach Handball-Fan und begeisterter Besucher dieser besonderen Ausstellung in Winnenden: "Was hier alles für Schmuckstücke rumstehen, das ist phänomenal!"

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