Der Fecht-Olympiasieger Elmar Borrmann (Foto: Imago, imago sportfotodienst)

Fechten | Prozess Bewährungsstrafe für Fecht-Olympiasieger Borrmann

Fecht-Olympiasieger Elmar Borrmann aus Tauberbischofsheim muss doch nicht ins Gefängnis. Stattdessen wurde er vom Landgericht Würzburg zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Das Landgericht Würzburg hat Elmar Borrmann am Montag wegen Betrugs zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Laut Bild muss der gebürtige Stuttgarter zudem 90.000 Euro Entschädigung und etwa 1,564 Millionen Euro zu Unrecht erhaltene Einnahmen zurückzahlen.

Bei dem Prozess ging es um Borrmanns frühere Firma "Capital Sachwert Alliance". Der ehemalige Olympiasieger im Degenfechten leitete die Fondsgesellschaft mit Sitz im Mainfrankenpark in Dettelbach (Kreis Kitzingen) fünf Jahre lang. In dieser Firma konnten sich Privatanleger als Geldanlage oder zur Altersvorsorge als stille Beteiligte einkaufen. Das Geld wurde in regelmäßigen Raten bezahlt, doch diese Mittel waren irgendwann verschwunden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem prominenten Geschäftsmann nun vor, die Anleger bewusst hintergangen zu haben. Laut Bild soll Borrmann (62) bis zu 25.000 Anleger um fast elf Millionen Euro betrogen haben.

Zum Auftakt des Verfahrens hatte sich Borrmann ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Er wies auf die Seriosität seiner Firmen und seiner Mitarbeiter hin, dass sie immer gemeinsam alle Entscheidungen getroffen hätten und dass er sich selbst schlecht beraten fühlte.

Kein Schuldeingeständnis

Von einem Schuldeingeständnis Borrmanns konnte aber keine Rede sein. Stattdessen habe er sich dann doch von seiner provozierend-aggressiveren Seite gezeigt. Demnach warf Borrmann verbal Schmutz auf seinen Nachfolger, dem er die Fondsgesellschaft 2009 verkauft hatte. Dieser wurde vor drei Jahren zu zehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Borrmann selbst trat damals als Zeuge in dem Prozess auf.

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